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Fasnacht 2025/26

Güdelzistig 2026

Viel zu früh kam er – der Güdelziistig.

Schlaftrunken, oder noch leicht betrunken, machten sich die Urmis auf zur Josef-Lüönd-Halle. Schade: Die Hand Davids war dieses Jahr auf keinem Schmunk zu sehen.

Wenige sahen gut aus doch ein Urmi machte einen besonders schitteren Eindruck. Wo man zuerst den Eindruck hatte, sein Schmunk sei von einer nächtlichen Liebelei in Mitleidenschaft gezogen worden, wurde schnell klar, dass es sich «nur» um die Auswirkungen eines TzKs* handelte. Wobei taktisch sehr grosszügig ist. Landete der Auswurf doch zuerst in der Hand des Urmis, bevor er ein passendes Glas zur dessen Deponierung gefunden hatte.

Mehr oder weniger gut gelaunt warteten nun die Urmis darauf, dass der Staatsfeiertag von Seewen endlich beginnt. Ihre Laune besserte sich deutlich, als der grosszügige Urmi Bavid Dennet** sie mit riesigen Plastiktaschen von Coop beschenkte. Nun Wasserdicht verpackt machten sich die Urmis auf, um dem Kaiser einen würdigen Empfang zu bereiten.

Der Negus-Marsch klang dieses Jahr noch hervorragender als bisher und der Kanzler selbst lobte das Musikalische Können der Urmis in den höchsten Tönen. Nach einer Stärkung mit dem Hopfen des Südens machten sich die Urmis auf, um ihr Mittagessen bei einer liebevollen Familie, welche lieber nicht genannt werden möchte, einzunehmen und ihre Unterhopfung zu kurieren. Besonders eine Urmi freute sich sehr, da sie zu ihrem Geburtstag ein liebevoll zubereitetes Dessert mit Kerze bekam. Ach, was gibt es für eine*n Urmi*in Schöneres, als seinen/ihren Geburtstag an diesem höchsten aller Feiertage zu verbringen?

Nach der köstlichen Stärkung nutzten einige Urmis die Zeit, um sich bei einem kurzen Nickerchen zu erholen. Ihre Hoffnung, dass der Major ebenfalls verpfüselen möge und die geplante Tourné vergesse, war jedoch nur von kurzer Dauer. Aber egal. Wie jedes Jahr gaben die Urmis am Güdelziistig ihre Top-Performance. Böse Zungen munkeln, es läge daran, dass die Sonne endlich hervorkam. Wie wir alle wissen, ist Vitamin D das einzige Vitamin, das ein*e Urmi während dieser intensiven Zeit zu sich nimmt.

Nach einem kurzen Stopp in Unterseewen, begleitet von einem gemeinsamen Ständchen mit Molli Rüller**, veranstalteten die Urmis bei der alten Universität einen spontanen Pröbiapéro für der Jugend von Seewen.

Nach all der Freude folgte unvermeidlich die Katastrophe: Auf ihrem weiteren Weg wurden die Urmis gleich zweimal verhagelt. Orkanböen bliesen die Sousaphon-Spieler beinahe von den Strassen und der Dauerregen durchnässte auch das beste Gwändli. Viele hofften, dass die diesjährigen Austritte wegen Schlechtwetter abgesagt würden.

Doch dazu kam es nicht. Bei einem Abschied so traurig, dass sogar der Himmel weinte, spielten die Urmis ihre herzzerreissenden Klagelieder bei der Pfarrkirche Seewen und verabschiedeten sich ihren geliebten Mit-Urmis, die nach dieser Fasnacht in (Teil-)Pension gingen.

Nachdem ihre Augen aufgehört hatten zu schwitzen, versorgten die Urmis ihre Instrumente und machten sich auf ans Blätzverbrennen in Schwyz. Was nach dem wohlverdienten Znacht im Ratskeller passierte, kann eure La Petrijocha leider nicht sagen. Ich hatte leider einen Termin in meiner heissen Badewanne. Ich hörte jedoch, dass ein bestimmter Urmi seine Schläger nicht wie geplant ins Feuer des Blätzes warf…. (Comeback incoming?)

Wie auch immer. Wir sehen uns nächstes Jahr zu einer weiteren Fasnacht voller feuchtfröhlicher Momente.

              Eure La Petrijocha

*Taktischer zwischen Kotzer

**Namen von der Redaktion geändert

Fasnacht 2025/26

90 Jahre Negus 2026

SERVUS NEGUS – LEBUS NEGUS!

Der Fasifreitag und die Eskapaten am Mattliball wurden von den wenigsten Urmis genügend verarbeitet, bis sie wieder mit Gwändli, Schmunk und Trunk viel zu früh im Proberaum standen. Da die Urmis mittlerweile viel Übung haben, wurde trotz Müdigkeit und grauem Wetter wunderbar farbenprächtige Kunstwerke in ihre Visagen gezaubert.

Mit ihren Instrumenten bewaffnet marschierten die Urmi-Truppe vom Proberaum der Franzosenstrasse entlang, um ihren Platz am Umzugs der Negus-Gesellschaft zu finden. Wie es sich bei einem richtigen Fasnachts-Umzug gehört wurde zuerst eine ganze Weile gewartet. Trotz dem kühlen und nassen Wetter sahen einige Urmis eine Fatamorgana und haben sich mitten in der Wüste inkl. Höckervieh wiedergefunden. Nach dem der Umzug endlich losgegangen ist und die Prozession sich wie eine bunte, laute und leicht torkelnde Karavane durch Seewen zog, begeistern die Urmis mit ihren wunderbaren Klängen die zahlreich erschienen Zuschauer, die sich scheinbar alle für wasserdicht hielten. Der Umzug wurde von den Umis mit Bescheidenheit und Professionalität absolviert, von der die Mythenchroser nur träumen konnten, sie sind nämlich bis zum Ende der Strecke nicht von ihren hohen Ross bzw. Wagen abgestiegen. Sobald die Instrumente ins Trockene gebracht wurden, zog es fast alle Urmis an den nächstgelegenen Verpflegungsstand, an welchem die hiesige Variante des peruanischen Bohnengetränks bestellt und einverleibt wurde. Mit etwas wärmeren Händen wurden die nachfolgenden Akteure des Umzugs bestaunt. Die zwei wetterfestesten Urmis haben in Kurzvideoformat (FSK 18) den Leuten daheim vor den Bildschirmen gezeigt, was alles an einem Umzug mitgenommen werden sollte. Dabei kam es blöderweise zu einem rechnerischen Unglück, wobei 10 Jahre in die Zukunft gereist wurde.

Anschliessend wurden die immer noch nassen Instrumente geschnappt und Richtung Fasnachtsdorf verschoben. Auf diesem sonst ganz gemütlichen Spaziergang wurden wir von Petrus aufs Heftigste mit H2O-Kugeln beschossen, sodass es sich eher nach einem Wettlauf gegen die Wasserfestigkeit unseres Gwändli anfühlte. Im Herzen der Neguanischen Fasnacht angekommen haben sich die Urmis zuallererst für die örtliche Speiseabgabestelle interessiert. Dieses Interesse schwindete aber augenblicklich als nach langem Anstehen im Regen eine verbrannte Wurst im kalt-feuchten Brötchen und einer Sauce, die sparsamer als Ebenezer Scrooge aufgetragen war, serviert wurde. Trotzdem wurde die Wurst im Schärmen angekommen gierig verdrückt, ein solcher Hunger würde sogar eine Vegetarierin zu einer solchen Wurst verleiten.

Nach einer kleinen Pause, um die angehende Unterhopfung zu bekämpfen versammelten sich die Guggenmusigen in zwei Gruppen, in welchen sie Seewen unsicher machten. Zusammengefunden haben sich die Rampassae, die FronalpChessler mit den MuotaGnomä und die Urmischlegel haben den MythenChroser gezeigt, wie es richtig geht. Mit vereinten Kräften zogen die Musikanten von Schankhaus zu Schankhaus und geben ihren Sound zum Besten. Nach gediegenem Betanken hat ein Urmi das Duell gegen die Schwerkraft verloren und das ausgerechnet Mitten auf der Bahnhofstrasse, tja das kann ja passieren.

Nach vier Stationen des Lachens, Trinkens und geselligem Beisammensein macht sich die Gruppe zielstrebig zurück Richtung Seerüti-Halle. Nach dem dortigen Ständchen und dem Abschluss des offiziellen Teil des Abends, verschwanden die Urmis in die wilde Feststimmung, entweder vor oder auch hinter der Bar. Der Rest des Abends wurde damit verbracht in der Kaffeestube zu kafnen, im Schüttelwagen zu schütteln und im Häxenkessel das Tanzbein zu schwingen.

En Conclusio: Ein gelungener Abend und ein unvergesslicher Fasisamstag!

Alle Angaben ohne Gewähr,

gez. El Erudito

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Fasnacht 2025/26

Mattliball 2026

Der Terminkalender der Urmis ist während der Fasnachtswoche immer besonders voll. Deswegen verschwimmen teilweise auch die Grenzen, wann denn die einzelnen Tage der Fasnachtswoche anfangen und wann sie aufhören oder auf gut Deutsch, es wird wenig geschlafen. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, beschloss man beim morgendlichen Spaghetti-Plausch den Treffpunkt für das Aufstellen der Bühnen im Fasnachtsdorf eine Stunde nach hinten zu schieben, der Tag startete also für die frühen Urmis erst um 13 Uhr. Mit frischer Energie und bei strahlendem Wetter wurden also 72 Paletten zu zwei Bühnen aufgestapelt und zum krönenden Abschluss beim lokalen Dönermann eingekehrt (Anmerkung aus der Zukunft: Das Aufstellen der Bühnen hätte man sich auch sparen können, weil benutzt wurden sie so gut wie gar nicht). Nach dem feinen Zmittag rief auch schon die erste Proberuum-Hülse.

Im Proberaum angekommen herrschte reges Treiben. Es wurde geschminkt, philosophiert, getanzt, gesungen und neue Erfindungen gemacht. Ja ihr lest richtig, am besagten Freitag dem 13. wurde doch tatsächlich wieder Geschichte geschrieben im Proberaum der Urmi-Schlegel. Und das nicht einmal drei Wochen nachdem die Welt der Hosengurte revolutioniert wurde. So entdeckte ein besonders aufmerksamer Mensch mit dem Kürzel FD, dass der abnehmbare Fenstergriff perfekt konstruiert war, um eben eine dieser ach so feinen Proberuum-Hülsen zu öffnen. Das kollektive Johlen und der erhöhte Bierkonsum unterstrich die Wichtigkeit dieser Entdeckung. Hätte Donald Trump diese Erfindung gemacht, würde er wieder einen Friedensnobelpreis fordern. Aber wir Urmis geben uns bescheiden und sind auch schon mit Grönland zufrieden. Nachdem alle Urmis, Ex-Urmis, geladenen und verladenen Gästen sich geschminkt hatten war es auch schon so weit. Der Car war hier und die Instrumente konnten eingeladen werden. Auch dieses Mal begrüsste uns die wohlig warme Stimme von Markus aus dem schönen Tirol. Leider aber war diese Carfahrt auch die letzte Carfahrt der Fasnachtssaison. An dieser Stelle möchte ich mich hiermit ganz herzlich beim lieben Markus für die sicheren Fahrten und die tollen Gesangseinlagen bedanken! Ich glaube aber, wir werden uns bald wiedersehen ;).

Angekommen in Sachseln wurden wie immer die Bändeli und Gutscheine verteilt. Eine Gruppe der Urmis besuchte wieder die Tante Barbara und gönnte sich Linzertorte, Zimtschnecken und andere Köstlichkeiten während andere die ersten Tanzversuche auf dem Festgelände wagten. Kurz vor 22 Uhr war es so weit und wir trafen uns wieder auf dem Carparkplatz um uns einzuspielen (mit Ausnahme der 2. Posaune, denn diese kann das ganze ohne sich einzuspielen). Und dann hiess es ab in Richtung Festzelt. Der Auftritt klang von Anfang bis Ende einfach nur geil! Dem einen oder anderen Ex-Urmi kullerte sogar eine Freudenträne über das Gesicht während dem Spielen.

Nach dem Auftritt wurden die Instrumente in Windeseile versorgt und die Urmis mischten sich unter die Leute. Eine kleine Delegation machte sich auf den Weg ein Bankomat und eine lokale Beiz aufzusuchen. Da ein gewisser Urmi aber nicht auf den Rat der Einheimischen hören wollte und der Rest der Gruppe sich gewohnt war zu machen, was dieser Urmi sagt (vielleicht war es unser Major), liefen sie in die entgegengesetzte Richtung, in der es laut den Sachslern eine offene Beiz hatte. Das Resultat war, dass wir nur an geschlossenen Restaurants und Bars vorbeizogen. Die einzige Lokalität welche offen hatte, war ein Restaurant, an dem an diesem Abend eine geschlossene Gesellschaft Speis und Trank zu sich nahm. Fürs Nächste Mal sind wir wieder einmal schlauer und hören wieder auf Einheimische anstatt auf jemand der nur bis vier zählen kann. Auf dem Rückweg zum Festgelände wurde dann noch die Standhaftigkeit von diversen Absperrpfosten getestet und in diverse Gärten gespienzelt. Währenddessen eroberten die verbleibenden Urmis die Bühne gleich ein zweites Mal. Sie tanzten, hüpften und zeigten sich den Sachslern von ihrer besten Seite. Auch wurden an diesem Abend diverse Doppelgänger gefunden, es wurden Versprechen eingelöst und mehr oder weniger skurille Bekanntschaften gemacht. Alles in allem war es wieder einmal ein geiler Fasnachtsfreitag!

Auf der Heimfahrt wurden dann ein letztes Mal die Lieder vom diesjährigen Singbüchlein zum Besten gegeben und dem Markus aus Tirol mit einem Ständchen gehuldigt. Nach einem Zwischenstopp in Luzern, um die zukünftige Hausärztin aller Urmis abzuladen, waren wir auch schon bald in Seewen angekommen. Dort versprach uns Markus, dass der Innsbruck-Trip mit ihm schon in Planung sei und er uns weiterhin auf dem Laufenden halten werde. Das allein zeigt schon, was ein toller Typ dieser Markus ist! Die Afterparty wurde dieses Mal sein gelassen, da es einige Urmis gab die am nächsten Tag schon um 8 Uhr die letzten Vorbereitungen für den Fasnachtssamstag zu erledigen hatten und ihnen dann doch der wenige Schlaf wichtiger war als eine ach so feine Proberuum-Hülse. Da die ganze Fasnachtswoche immer ineinander verschwimmt, setze ich hier den Schlussstrich für den Fasnachtsfreitag und lasse alles weitere dem oder der nächsten Urmi, welcher die Chronik des diesjährigen Fasi-Samstig festhalten darf.

Euer El Abuelo

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Fasnacht 2025/26

SchmuDo 2026

Endlich war es wieder soweit: Der Schmudo war da und die Hauptfasnachtswoche startete für die Urmis wieder. Wobei das nicht ganz stimmt, für einige Urmis begann diese schon mit dem 5-Liber Abig am Mittwochabend. Scheinbar soll es ein Urmi sogar bis nach Luzern geschafft haben. War dies eine kluge Entscheidung für den bevorstehenden Fasnachtsmarathon? Denn die Fasnacht kann, wie auch die momentan laufenden Olympischen Winterspiele, einiges vom Körper abverlangen. Also lasst die (Fasnachts-)Spiele 2026 beginnen!


Aus diesem Grund starteten viele urmische Athleten den Schmudo im Danny, um sich vor dem bevorstehenden Wettkampf gut zu stärken. Schon bald stellte sich jedoch heraus, dass die Prophezeiungen leider stimmten: Die Wetterbedingungen waren nicht ideal und es regnete. Zum Glück der Urmis verfügt Ibach (oder politisch korrekt ausgedrückt «das Feckerdorf») auch über Indoor-Spielanlagen, und so durfte einiges an Zuschauerschaft im Mythen Center begeistert werden.
Nach zwei gelungenen Center-Auftritten war es an der Zeit, nach Schwyz zu gässeln. Erster Stopp: Mill/Bären. Da warteten schon einige Ex-Urmis auf uns, welche uns an diesem Tag begleiteten. Nach einem kurzen Auftritt konnte auch endlich mit der Pegelaufbauphase begonnen werden, wichtig um Verletzungen (im Fachjargon auch «Unterhopfungen» genannt) vorzubeugen.
Ein erneuter Platzwechsel stand an. Die Urmis gässelten weiter ins Hinterdorf, wo sie auch den Rest des Nachmittags verbrachten. Es wurde ein Kneipen-Triathlon von Hirschen, Pompello und Tübli absolviert. Als es bereits eindunkelte, war es an der Zeit, zum Hauptplatz aufzubrechen. Die freie Zeit auf dem Hauptplatz wurde unter anderem dazu genutzt, Sauce (mit ein wenig Schnitzel und Brot) zu essen. Abgesehen von der Aufteilungsmenge der Zutaten war es tipptopp. Danke, liebe Mythechroser, für die Gastfreundschaft!


Nun war es so weit: Das grosse Finale des heutigen Tages stand auf dem Spielplan: das Harus. In einem abwechselnden Pingpong Konzert spielten die drei Guggen auf dem Hauptplatz. Drei Guggen? Waren es sonst nicht immer vier? Absolut richtig, scheinbar musste die vierte Gugge aus Ibach Forfait geben oder sie haben den Weg nicht gefunden. So oder so tat der Moderator bestens seine Pflicht und liess die Zuschauer immer wieder wissen, dass eine Gugge fehlt.
Nach dem Harus startete die dritte so richtig Halbzeit. Einige Urmis zog es nach Brunnen. (Eigentlich müsste ich jetzt «Pfui» sagen, darf aber aufgrund meines Verhaltens in früheren Jahren nichts sagen. Jeder ist mal jung und dumm.) Anyway, der grosse Teil der Urmis trat die Königsdisziplin an: die grosse Beizentour durchs Hinterdorf. In diesem Jahr war auch der Kopf sportlich gefordert. Es mussten einige Rätsel gelöst werden. Wie viele Kubikmeter ist das Klo vom Tübli gross? Beziehungsweise: Wie könnte man Menschen am besten platzsparend stapeln? Oder auch: Wie viele Bagels werden im Pömpi im Jahr gegessen? (Spoiler: viel mehr, als man denkt.)


Nach der coolen Beizentour und den exzessiven Glasstemmungsübungen war die Aufnahmefähigkeit der Urmis proportional zum Pegel gesunken. Ein Urmi wurde zudem noch Opfer einer feigen Hooligan Attacke mittels Pfefferspray. Weitere Aussagen kann ich dazu aber nicht geben, da die Ermittlungen noch am Laufen sind.
Die restlichen Urmis feierten noch auf dem Hauptplatz weiter und liessen dort den Tag ausklingen. Zwei Urmis soll es zu ganz später Stunde auch noch nach Brunnen verschlagen haben. Lernt denn da niemand aus seinen Fehlern? Gopf! Aber auch für diese Urmis war es dann irgendwann an der Zeit, ihren wohlverdienten Schlaf für ein paar wenige Stunden anzutreten. (Zumindest für denen einen waren es nur paar wenige Stunden.)


Euer Augustinos

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Fasnacht 2025/26

Gnomäball 2026

Es war einmal ein prächtiger Samstag im Februar und die Urmis machten sich bereit, um ein primitives Steinzeitfest aka den Gnomäball mit ihrer Anwesenheit zu erfreuen. Passend zum Motto musste sich die Urmi-Meute mittels des primitivsten Verkehrsmittels zum Christophorus-Schulhaus bewegen: auf den eigenen Füssen. Die lachenden Gesichter waren nach dem Schminken-Trinken im Proberaum kunstvoll bepinselt und die Kehlen löblicherweise gut benetzt.

Auf der gar dunklen Muotastrasse machte sich die fasnächtliche Gruppe auf den Weg ans Fest, der Weg wurde gütigerweise vom Lichtschein aus dem ‘Knochen’ (boomerisch: Smartphone) unseres musikalischen Anführers S.G. erleuchtet. Gerade rechtzeitig erreichte die fröhliche Gruppe die Ansammlung der Festhöhlen. Kaum durch das Eingangstor eingezogen, wurden die musikalischsten aller Gastformationen bereits aufgefordert auf der Bühne eine erste Kostprobe ihres Könnens abzugeben. Die ersten leicht schrägen Töne des Börns erklangen durch die Nacht und lockten auch die letzten, sich erleichternden Trompetisten auf die Bühne. Nach einer Stärkung, um die Kälte besser zu überstehen und die Heiltränke besser zu ertragen, wurden die Festhöhlen durch die Urmis erobert. Allzu bald war es Zeit, dass sich die Urmis für einen weiteren Auftritt bereit machten. Gottlob waren alle Instrumente noch in der geheimen Instrumentenhöhle vorzufinden, gab es doch wiederum keine Möglichkeit diese bei den Organisatoren sicher unterzubringen. Vor dem Auftritt ergab sich noch ein schönes Wiedersehen zwischen zwei Urmidamen und zwei ihnen bekannten Heringen aus dem fernen Land der Tschifeler (Tschifeler, kurz Tschifi: Person, die aus Obwalden stammt). Nach einem weiteren grandiosen Auftritt, der die Festhöhle toben liess, machte sich die musikalische Meute auf den weiten und beschwerlichen Weg zurück in die heimische Probehöhle. Dort angekommen mussten die ausgedörrten Kehlen mit allerlei preiswerten Heiltränken befeuchtet werden. Auf dem Festgelände wurden die feierwütigen Urmis bereits schmerzlich vermisst und von einer trommelnden Stammeslegende L.K. zurückbeordert. Es folgten einige feuchtfröhliche Stunden: Personen (oder auch der ‘Knochen’ von C.W.) wurden vermisst, wiedergefunden und prompt wieder verloren, mehr oder weniger primitive Gespräche geführt, gelacht, getrunken, bhauptet und mit lebhaften Tänzen den Fasnachtsgöttern gehuldigt. Die Erinnerungen der Chronistin an diese wilden Stunden sind bunt, etwas verwackelt, geprägt von diversen lustigen Begegnungen. Allzu schnell erklangen schon die legendären Töne des letzten Tanzes und einige unverwüstliche Urmis und auserlesene stammesfremde Personen machten sich auf den Weg, um in der Urmi-Probehöhle den Abend ausklingen zu lassen. Alle anwesenden Tims schlossen sich zum Dreamteam Tim zusammen und ein weiblicher Urmi fand sich auf der Suche nach einem bequemen Ruheplatz in einer gar ungewöhnlichen Kleinsthöhle wieder. Aber damit nicht genug, da ihr Fusswerk durchnässt wurde, mussten kurzerhand rezyklierte Papuče angefertigt werden. Als die Müdigkeit bei den jüngsten Musikantinnen zu gross wurde, musste auch dieses ausgelassene Fest beendet werden. Die härtesten der harten Urmis marschierten zu Fuss in ihre Heimathöhlen, andere wurden durch einen motorisierten Rufkarren, fachmännisch organisiert durch J.R., sicher in ihre warmen Fellbetten geleitet. Frisch ausgeruht freut sich die gesamte Urmi-Meute auf eine grandiose Fasnachtswoche 2026!

La Mineralizante

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Fasnacht 2025/26

35 Jahr Rampassä 2026

Das erste richtige Heimspiel stand vor uns. An diesem Samstag ging es zu den Rampassä um mit ihnen auf ihr Jubiläum anzustossen. Da solche Heimauftritte immer mit viel Begeisterung und einer gesunden Portion Nervosität verbunden sind, waren zwei Urmis so gütig und nahmen die Guggenmusik unter ihre Fittiche um die Nervosität ein wenig einzudämmen.

Unser Major versprach noch einige Tage zuvor, dass alle eingeladen seien und sagte Zitat: «Am Zwölfi isch s’Bier chalt und d’Spaghetti warm!». Um sicherzugehen, dass wir hier nicht eiskalt angelogen werden, standen einige der sonst immer eher verspäteten Urmis um Punkt 12 auf der Matte. Und siehe da, das Bier war kalt und die Spaghetti zwar warm aber noch nicht al dente. Ob da nun alle Versprechen eingehalten wurden, wage ich zu bezweifeln. Nach einiger Zeit gab es dann endlich die erste Runde Spaghetti und das Schminken Trinken war offiziell eröffnet. Es wurde Mario Kart gespielt, Beerpongbälle geworfen und Kartenspiele erklärt. Der Niveauunterschied unter den Urmis war bei allen drei Aktivitäten sehr gross. So hätten einige eher Stützräder gebraucht, um richtig zu fahren, andere wiederum täten sich gut ein paar Würfe zuhause zu trainieren, damit wenigstens der Tisch getroffen wird. Am schlimmsten aber kam der Niveauunterschied oder eher der Generationenunterschied beim Kartenspiel auf. So durften unsere Urmisplainer (fast wie ein Mansplainer, nur viel besser) immer wieder erklären, wer zum Beipsiel Mike Shiva ist, was Sodomie bedeutet oder warum Smegma nicht gerade viel mit einem Pokemon zu tun hat.

Plötzlich war es 19:15 und die Urmis begaben sich in Richtung des Mythenforum. Zum Glück wohnen unsere zwei Urmis so nahe am Mythenforum, wären doch einige zu spät gekommen, wenn der Weg noch etwa 10m länger gewesen wäre, halt eben diese bekannte Urmipünktlichkeit. Nach dem Verteilen der Eintrittsbändel und der Getränkegutscheine wurden die ersten Tische in der Kaffeestubä beschlagnahmt. Die aufmerksamen Beobachter der Kaffeestube wurden Zeugen eines seltenen Naturphänomens. So trafen sich zwei besondere Exemplare des Homo sapiens und zeigten ihr Begrüssungsritual. Ich bin mir sicher, Netz Natur könnte hier eine dreiteilige Doku über diese zwei äusserst interessanten Menschenaffen machen, aufgrund der vielleicht bald anstehenden Budgetkürzungen musste Andreas Moser und seine Crew aber leider kurzfristig absagen. Trotzdem möchte ich euch dieses Ritual kurz schildern.

In der Kaffeestube trafen sich ein Homo sapiens Urmius und ein Homo sapiens Gnomius. Wichtig anzumerken ist hier noch, dass einer der beiden einen Baustellenhelm als Kopfbedeckung trug. Nach einigem Beschnüffeln und Begutachten standen beide auf den Tisch vor ihnen und fingen an sich gegenseitig Kopfnüsse zu verteilen, der Helm wechselte dabei jeweils zu der Kopfnuss empfangenden Seite, wahrscheinlich um den Verlust der Hirnzellen auf ein Minium zu reduzieren, funktioniert hat es leider nicht. Nach diesem doch eher kuriosen Begrüssungsritual setzten sie sich hin und bestellten ihr erstes Kaffee Schnaps, wie wenn nichts passiert wäre. Ach, wie schön doch unsere Natur ist…

Nach einer kurzen Kaffeerunde und einem geklauten Huhn später, war es auch schon Zeit uns für den Auftritt vorzubereiten. Die Instrumente wurden aus dem Büssli geholt und der erste Rhythmus wurde unter den wachsamen Augen einiger Ehemaligen Urmi-Schlegel, genauer gesagt den Bierfreunden Urmi-Schlegel, zum Besten gegeben. Die Nervosität stieg, die Mundstücke wurden eingewärmt und es wurde sich ein letztes Mal Mut zugesprochen. Schon erklangen die ersten Rhythmus-Töne im Mythenforum und die Urmis gaben Vollgas. Nach einem gelungenen Start war es dann so weit, die Premiere des neuen Stückes stand an. Fazit: Es darf sich hören lassen und die Menge tobte wie so oft beim Auftritt der Urmis. Nachdem nun endlich alle Nervosität herausgetutet und der Rest des Auftrittes gemeistert war, machten sich die Urmis wieder auf den Weg zum Instrumentenbüssli. Nach einem kurzen Feedback vom Major persönlich und der Verköstigung vom Guggengeschenk, welches einigen nicht so gut im Magen lag, war es Zeit das Festgelände zu erkunden.

Wie so oft bestaunten die Urmis mit glitzernden Augen die Dekorationen am Festgelände. So sprang einer Urmi ein besonders schönes Gemälde ins Auge, welches sie sich direkt aneignen musste. Für alle die jetzt sagen, das wäre stehlen oder fast schon kleptomanisch, muss ich vehement wiedersprechen. Es geht hier nur um die Wertschätzung der Arbeit anderer, also eigentlich eines der besten Komplimente und wahrscheinlich ist es an seinem neuen Zuhause sowieso besser aufgehoben als in einer halbverschimmelten Kartonschachtel wo es auf das nächste Rampassä-Jubi warten kann.

Nach einigen Abenteuern auf dem Festgelände war es auch schon Zeit für den Auftritt unserer Gastgeber. Ganz vorne an der Bühne, so nah, dass man schon den Fussschweiss der Rhythmussektion riechen konnte, standen die Urmis und gingen ab wie ein Zäpfli. Sie tobten so stark, dass sogar die Security kurzfristig einschreiten musste und einige besonders wilde Partymäuse beruhigen musste. Die Rampassä spielten ein ums andere Ständchen und beglückten das Publikum, es war wie immer toll… So aber jetzt hemmer gnueg gschleimed.

Nach dem tollen Auftritt waren alle in noch grösserer Partylaune. Es wurde getanzt, gesungen, diskutiert und Weisheiten weitergegeben. So wurde einem Pröbi beigebracht, wie wichtig es sei, das eigene Hydrationsniveau stets im Auge zu behalten um ja nicht in die Unterhopfung zu fallen und deswegen immer beide Hände auszulasten. Nachdem sich der Abend schon langsam seinem Zenit näherte passierte noch ein Wunder. Ein verloren geglaubtes Mitglied der Urmis tauchte plötzlich auf dem Festareal auf. Es trug zwar ein komisches Gwändli, wurde aber nach kurzer Zeit trotzdem herzlichst begrüsst. Wieder vereint feierten die Urmis munter weiter. Einige sogar noch bis in die Morgenstunden. Man munkelt, dass es in der ominösen Urmi-WG noch einen weiteren Spaghettiplausch inkl. Klingelstreich gegeben haben soll, ob dies aber stimmt, kann ich nicht bestätigen.
Danke liäbi Rampassä für üches tolle Jubi und bis glii! Zum Schluss möchte ich nur noch eines sagen: Wenn sie nicht gestorben sind, so essen sie noch heute Spaghetti. Ade merci!

Euer El Abuelo

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Fasnacht 2025/26

Fasnachtseröffnung Sachseln 2026

«Ich ha zGfühl ich bi nur 1 Stund a dem Fäscht gsi.» Diese Aussage fasst unseren Besuch im schönen Sachseln wohl ziemlich gut zusammen. Aber schön der Reihe nach:

An besagtem Samstag hörte man schon am frühen Nachmittag heitere Stimmen aus unseren wohligen vier Wänden im Industriegebiet im Wintersried. Schon um 15.30 Uhr mussten wir nämlich geschminkt parat sein für die Fotosession. Einige verkatert, andere in Topform – ein wilder Haufen in sehr unterschiedlichen Verfassungen bepinselte sich das Gesicht in den schönsten Farben und Formen. Wir zeigten uns von der besten Seite für unser neues Gruppenfoto und vertrieben uns anschliessend die Zeit mit Jassen und damit, hälslichen Trockenheiten entgegenzuwirken. Ein Urmi jammerte ihrem Kumpanen die Ohren voll über ihr Gurt-Problem und die nicht haltende Hose (ihr spröder Gurt wurde von L. Beggenerger letzte Woche mutwillig verzerrt). Doch dieser schaffte mit einer kreativen Idee sofort Abhilfe. Kurzerhand wurde die Coxa (lateinisch: Hüfte) besagter Urmi-Madame mit einem Spannset dekoriert, das nicht nur hip (deutsch: modern, cool) aussah, sondern die Hose auch bombenfest an ihrer Hip (englisch: Hüfte) befestigte. @Mythechroser: Vielleicht eine passende Ergänzung zu eurem stihlvollen Gwändli.
Der Mastermind hinter dieser Idee sowie auch das Versuchskaninchen freuten sich schon bei der Vorstellung, wie es jedesmal «kk kk kk kk» macht, wenn nach einem Toilettengang der Gurt (bzw. das Spannset) wieder angezogen werden musste. Doch dazu sollte es gar nicht kommen. Die Halterung war leider so stabil, dass sie einen Toilettengang verunmöglichte und da besagte Urmi keine monströs-starke Blase hat (auch wenn sie selbst wirklich sehr monströs-stark ist) musste der Gurt schweren Herzens wieder abgelegt werden.
Endlich stand der Car bereit und da kam auch schon die erste freudige Botschaft: Markus war wieder unser Chauffeur. Und er freute sich genauso auf uns wie wir uns auf ihn. «iar seids einfach die Coolsten!». Danke Mek, können wir nur zurückgeben. Der kulante Chauffeur hatte nicht einmal etwas einzuwenden gegen die wilden Beerpöngler in den hintersten Reihen. Stattdessen wendete er seinen Car gekonnt durch die Zentralschweiz, während Team «Champignons oder Eichelpilz» eine spannende Partie gegen «Die fantastischen 45/16» (dieser Name kommt laut einer empirischen Befragung der Autorin von einer japanischen Gorilla-Band) spielte. Angekommen auf dem uns heimisch-vorkommenden Gelände in Sachseln – man könnte es schon fast unsere Wohlfühloase nennen – mussten wir feststellen, dass wir so ziemlich die ersten Gäste waren. So genehmigten sich die einen ein feines Aperölölölölchen, andere machten es sich in der leeren Partyhalle an der Bar gemütlich. Dort bekamen wir von einer Izipanizi-Piratin einen kostenlosen Sprachkurs und wissen jetzt, was eine Chelibuide ist. Für «Eliane the Native» war natürlich längst bekannt, dass damit eine Kaffeestube gemeint ist.


Man könnte meinen, dass inzwischen alle Urmis wissen, dass man sich vor einem Auftritt pünktlich beim Car besammeln muss. Doch es braucht anscheinend nur eine Barbara und schon werden alle Prinzipien über den Haufen geworfen. Was Priskas Schwester wohl alles spannendes erzählt hat, dass vier Urmis geschlagene 5 Minuten zu spät kamen? Das Platzkonzert verlief musikalisch gesehen auf einem Topniveau. Unser Heldenchauffeur hat unseren musikalischen Erguss sogar gefilmt und im Car damit seinen Ohren eine Wohltat gegönnt. Im Anschluss an den Auftritt begann eine Grundsatzdiskussion, ob es Seebä oder Seeibä heisst. Die beiden Meinungslager sind auch im Verlaufe des Abends nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Was meinst du dazu? Schreibs in die Kommentare.

In der kurzen Pause, die wir vor unserem grossen Auftritt hatten, verspeisten einige ihr Znacht, während andere unsere Instrumente bewachten. Danke an dieser Stelle. Nachdem der Berg aka die Treppe erfolgreich erklommen wurde, war es endlich an der Zeit, unsere Fans zu begeistern. Wie der stärkste und schönste Föhn im Urnerland muss es sich wohl angefühlt haben, uns auf der Bühne zu erleben. Einfach nur wow. Im Gegensatz zu den letzten beiden Auftritten ist eine sehr starke Lernkurve zu beobachten. Den Major freuts. So hatte es sich die Urmibergschlegel Guggemusig verdient, am Fest so richtig die Sau rauszulassen. Nach dem glorreichen Auftritt suchten ein paar hungrige Urmis vergeblich die Guggenverpflegung, denn diese war schon weggeräumt worden. Was zuerst wie grosses Pech schien, entpuppte sich in Wahrheit als grosses Glück. Die fünf besagten Urmis durften nämlich mit Patrizia quasi backstage gehen und ein exklusives VIP-Znacht geniessen. Ob dabei auch Geschäftsgeheimnisse der Izipanizis gelüftet werden konnten, bleibt offen. Die Auserwählten halten sich bedeckt.

Im Verlaufe des Abends wurde gejasst, gegessen, getrunken, Freundschaften über die Kantonsgrenzen hinaus geschlossen und natürlich getanzt – letzteres nicht nur neben, sondern auch auf der Bar. Einige Festgäste kamen in der Rondellenbar (hää, sind wir in der Handgruobi?) auch in den Genuss einer Papageienperformanz. Doch nicht nur damit, sondern auch mit einer Hosenpause auf der Bühne, zogen die Urmis die Aufmerksamkeit auf sich. Einfach sympathisch. Kaum angekommen, war auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Alle schafften es pünktlich in den Car (auch der bellende Bavid Dennet). Während die einen ihren Rausch ausschliefen, genossen ihn andere noch in vollen Zügen (oder im vollen Car ha ha). Wie immer sorgte unser Dj-Duo für beste musikalische Unterhaltung. Auch griechischer Wein durfte nicht fehlen, woraufhin Chauffeur Markus meinte: «Am liebsten tät mer grad nach Athen fahrn.» Oh wie recht du hast, Kusi. Doch das war an diesem Abend nicht sein einziger Reisevorschlag. Als wir kurzerhand «Anton aus Tirol» zu «Markus aus Tirol» umänderten und ihn so auch zum begeisterten Mitsingen animierten, wurde Innsbruck plötzlich sehr schmackhaft gemacht als nächstes Urmilaub-Ziel. Markus kümmert sich nach eigenen Angaben um die Organisation der Reise. Wir freuen uns!
Die Singenden und Tanzenden konnten sich auch vom fauchenden Reremy Jeichlin nicht aufhalten lassen und nutzten die Kraft ihrer Stimmbänder bis zum bitteren Ende.

Nach all dem, was ich jetzt zu berichten wusste, scheint es nicht so, als ob wir nur 1 Stunde am Fest waren – im Gegenteil. Aber ich schwöre, viel länger kann es nicht gewesen sein.
Danke Izipanizis, es war uns eine Freude!

Eure La Ronquera

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Fasnacht 2025/26

45 Jahre Arvi Hyler 2026

Ab wenn isch hüt öper im Proberuum? Früeh.
Vielen Dank für diese äusserst detaillierten Informationen.
Das Urmi-Volk traf sich also früeh im Proberaum, versorge die Leber mit ordentlich Klang Wasser und schmierte sich mehr oder weniger euphorisch unsere geliebte Farbe in die Visage. «Wele Dubel hed erfunde das Guggene sich mönd Schminke?»
Unpünktlich um 17.15 traf Christoph, Christian, Markus oder wie auch immer unser Car Chauffeur heisst ein und manövrierte uns Richtung Kerns. Wir ölten in dieser Zeit weiterhin fleissig unsere Stimmbänder und verspeisten den feinen Apero – Mercii! In Kerns angekommen erkundete ein Grossteil das Festgelände (also die Hälfte des Dorfes) und hat sich fleissig Vollkornsprudel ins Feinkostgewölbe gekippt. Andere holten sich zwischenzeitlich etwas zu Futtern. Die Adelige Truppe unserer vornehmen Bande gönnte sich ein Abend Mal im Noblen BergBerg (Es hat anscheinend nicht nur ein Berg in Obwalden).
Mit der Erkenntnis das der Kirchenturm eine erschreckend frühe Zeit abbildet, entschied sich unser Major kurzerhand das er unserem wissensdurstigen Haufen ein Stadtführung anbietet. Weiter kann ich leider nicht berichten. Es wurde anscheinend ein höchstseriöses geheimes Tele 1 Interview getätigt?! (Darum wird es nicht Ausgestrahlt). Eine kleine auserwählte Truppe durfte währenddessen ein aufklärenden Gespräch mit der örtlichen Polizei führen. Fazit : Die Obwaldner Polizisten finden das neue Design der Polizeiautos nicht beflügelnd und waren froh das wir dieses mit einem Dinosaurier Kleber geschmückt haben.
Der Abend verging und das Niveau sank – Gott sei dank merkte der eint oder andere Urmi das ein kleines zwischen Minereal das Verlangen nach Flüssigkeit eben so gut stillt, wie ein ethanolhaltiges Spassgetränk. Wie genossen die Musik, ganz besonders erfreute es uns wenn das Lied direkt vor den Refrain abgebrochen wurde – schmeiss den DJ raus, schmeiss den DJ raus!! Nach Stundenlangem Zeitvertrieb im Festgelage galt es ernst. Um 1 Uhr hatten wir unseren Auftritt bei welchem wir mit unfassbarem Einsatzwillen performten und schlussendlich sogar noch ein zusätzliches Lied spielten (Ob das tatsächlich ein Zusatz oder doch eher eine Notrettung war- ich weiss ja nicht)
Nach unserem Auftritt verzogen wir uns zurück uf Seebä und liessen unseren Fahrer sein Leben hinterfragen. Gegen diese abartigen Töne (Gesang kann man das ja nicht nennen) hat nicht mal eine halberdrosseltes, heiseres Ziege eine Chance.
Beim Proberaum angekommen schwärmten die Urmis aus und verzogen sich in alle möglichen Richtungen.Einige hauten sich Zuhause aufs Ohr andere zogen weiter ins Mill (das war aber geschlossen)- Scheiss Mill oder genehmigten sich eine Bettmümpfeli im Proberaum.
Bis nächst Samstig
Senorita dedo torcido

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Fasnacht 2025/26

Timpelgaister Jubiläum 2026

Fästbricht 35. TG Jubiläum

„Bi dem spiel chasch nur gwünne“. Diese Worte trieben einen grossen Teil der Urmis an jenem besagten Abend ins Verderben. Doch beginnen wir doch am Anfang der Geschichte.
ENDLICH ist es wieder so weit. Nach der abgesagten Aateigätä wären die Urmis beinahe einer Unterhopfung erlegen. Doch zum Glück war am selben Wochenende das 35-Jahr-Jubiläum der Timpelgeister in Brunnen.
Treffpunkt um 16:00 beim Instrumentenbüssli irgendwo in Brunnen. Warum um 16:00 Uhr? Das wissen die Geister. Die Timpelgeister. Ebenfalls ein Geist war unser Major, welcher den Majorenapero um 16:30 Uhr (der Grund für den frühen Treffpunkt), grandios verpasst hatte, da er einen scheinbar wichtigeren Termin wahrnehmen musste. Jänu.
Leise rieselt der Schnee. Der Gmeindsparkplatz in Brunnen wurde langsam von einer weissen Schicht Schnee bedeckt. Zum guten Glück hatten die Timpelgeister (ab jetzt werden sie in diesem Text mit TG abgekürzt) eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in der wir uns bis zu unserem Auftritt verweilen konnten. Zur Auswahl stand die Kaffeestube, das Party-/Auftrittszelt, der Schüttelwagen, die Trüllerhölle, und ein umgebauter Niederflurbus.
Um 18:02 Uhr, so wurde uns gesagt, dürfen wir einen Rhythmus und zwei Lieder auf der Aussenbühne zum Besten geben. Doch dem war nicht ganz so. Nach dem Rhythmus und dem ersten Lied wurde bereits die zweite Gugge angesagt. Unsere wundersamen Klänge muss die einen oder anderen wohl ganz durcheinander gebracht haben. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Monsterauftritt.
Ausgewogene und gesunde Ernährung ist uns Urmis besonders wichtig. Speziell beliebt ist der vegane, zuckerarme Hopfensaft, welcher mit Teigwaren und Tomatensauce (ebenfalls vegi (hat dem Catering-Chef Georg Reichmuth nicht so gefallen)) in grossen Mengen vernichtet wurde.
Nach der Guggenverpflegung wurde das TG-Gelände weiter unsicher gemacht. Während die einen im übergrossen Kürbis um die Wette tranken, telefonierten andere nach Zürich und fragten, ob es dort auch schneie. Fazit: Bülach hatte Schnee, Goldau nicht.
Auftritt 21:40 Uhr: Die Urmis kämpften tapfer gegen das eiskalte Schneegestöber. Sie trompeteten, trommelten und majorten was das Zeug hält. Doch beim heimischem Guggäpublikum war unser musikalisches Meisterwerk nur halb so laut wie sonst. Schuld war der starke Schneefall und sicher nicht nasse Lippen.
Nun teilte sich die Spreu vom Weizen. Während sich die einten ein weiziges Getränk genehmigten, verräumten andere pflichtbewusste Mitglieder die Instrumente. Die nassen Instrumente wurden sorgfältig im Proberaum versorgt und sauber zum Trocknen ausgelegt. Danach ist diese Delegation via Seebä (Grossfäld) nach Brunnen gefahren. Doch ein Urmi musste sich eingestehen, dass er noch nie mit einem Fröntler im Schneefall gefahren war. So blieb er auf dem untersten Parkplatz im Grossfeld stecken. Erst nachdem ein kluger Urmi ihn belehrte, er solle es doch rückwärts versuchen, konnte das bereits verloren geglaubte Fahrzeug sicher den Hügel hinauf manövriert werden.
Die anderen Urmis waren dabei, nie zu verlieren. Denn das eingangs erwähnte Spiel konnte nur gewonnen werden. Im umgebauten Niederflurbus (nicht zu verwechseln mit dem ungemeinen Omnibus) konnte um Shots gewürfelt werden. Die Augenzahl des ersten Würfels bestimmte die Anzahl Shots, die zweite den Preis.
So wurde ausgelassen getrunken, gewürfelt und von einem spendablen Urmi bezahlt (es war ja quasi geschenkt).
Julian und die amtierende Beerpongmeisterin gönnten sich in der Trüllerhölle eine Hampfel Schlaf. Schneebälle wurden geworfen, Ohrfeigen verteilt und zwischendurch wurde mit dem Allerwertesten der Erdmitte etwas näher gekommen.
Alles in allem ein herrliches Fest.
Merci TG für das und bis bald!

Euer El Borracho

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Fasnacht 2025/26

Warm-Up 2025

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