Fasnacht 2025/26
Güdelzistig 2026
Viel zu früh kam er – der Güdelziistig.
Schlaftrunken, oder noch leicht betrunken, machten sich die Urmis auf zur Josef-Lüönd-Halle. Schade: Die Hand Davids war dieses Jahr auf keinem Schmunk zu sehen.
Wenige sahen gut aus doch ein Urmi machte einen besonders schitteren Eindruck. Wo man zuerst den Eindruck hatte, sein Schmunk sei von einer nächtlichen Liebelei in Mitleidenschaft gezogen worden, wurde schnell klar, dass es sich «nur» um die Auswirkungen eines TzKs* handelte. Wobei taktisch sehr grosszügig ist. Landete der Auswurf doch zuerst in der Hand des Urmis, bevor er ein passendes Glas zur dessen Deponierung gefunden hatte.
Mehr oder weniger gut gelaunt warteten nun die Urmis darauf, dass der Staatsfeiertag von Seewen endlich beginnt. Ihre Laune besserte sich deutlich, als der grosszügige Urmi Bavid Dennet** sie mit riesigen Plastiktaschen von Coop beschenkte. Nun Wasserdicht verpackt machten sich die Urmis auf, um dem Kaiser einen würdigen Empfang zu bereiten.
Der Negus-Marsch klang dieses Jahr noch hervorragender als bisher und der Kanzler selbst lobte das Musikalische Können der Urmis in den höchsten Tönen. Nach einer Stärkung mit dem Hopfen des Südens machten sich die Urmis auf, um ihr Mittagessen bei einer liebevollen Familie, welche lieber nicht genannt werden möchte, einzunehmen und ihre Unterhopfung zu kurieren. Besonders eine Urmi freute sich sehr, da sie zu ihrem Geburtstag ein liebevoll zubereitetes Dessert mit Kerze bekam. Ach, was gibt es für eine*n Urmi*in Schöneres, als seinen/ihren Geburtstag an diesem höchsten aller Feiertage zu verbringen?
Nach der köstlichen Stärkung nutzten einige Urmis die Zeit, um sich bei einem kurzen Nickerchen zu erholen. Ihre Hoffnung, dass der Major ebenfalls verpfüselen möge und die geplante Tourné vergesse, war jedoch nur von kurzer Dauer. Aber egal. Wie jedes Jahr gaben die Urmis am Güdelziistig ihre Top-Performance. Böse Zungen munkeln, es läge daran, dass die Sonne endlich hervorkam. Wie wir alle wissen, ist Vitamin D das einzige Vitamin, das ein*e Urmi während dieser intensiven Zeit zu sich nimmt.
Nach einem kurzen Stopp in Unterseewen, begleitet von einem gemeinsamen Ständchen mit Molli Rüller**, veranstalteten die Urmis bei der alten Universität einen spontanen Pröbiapéro für der Jugend von Seewen.
Nach all der Freude folgte unvermeidlich die Katastrophe: Auf ihrem weiteren Weg wurden die Urmis gleich zweimal verhagelt. Orkanböen bliesen die Sousaphon-Spieler beinahe von den Strassen und der Dauerregen durchnässte auch das beste Gwändli. Viele hofften, dass die diesjährigen Austritte wegen Schlechtwetter abgesagt würden.
Doch dazu kam es nicht. Bei einem Abschied so traurig, dass sogar der Himmel weinte, spielten die Urmis ihre herzzerreissenden Klagelieder bei der Pfarrkirche Seewen und verabschiedeten sich ihren geliebten Mit-Urmis, die nach dieser Fasnacht in (Teil-)Pension gingen.
Nachdem ihre Augen aufgehört hatten zu schwitzen, versorgten die Urmis ihre Instrumente und machten sich auf ans Blätzverbrennen in Schwyz. Was nach dem wohlverdienten Znacht im Ratskeller passierte, kann eure La Petrijocha leider nicht sagen. Ich hatte leider einen Termin in meiner heissen Badewanne. Ich hörte jedoch, dass ein bestimmter Urmi seine Schläger nicht wie geplant ins Feuer des Blätzes warf…. (Comeback incoming?)
Wie auch immer. Wir sehen uns nächstes Jahr zu einer weiteren Fasnacht voller feuchtfröhlicher Momente.
Eure La Petrijocha
*Taktischer zwischen Kotzer
**Namen von der Redaktion geändert