Fasnacht 2025/26
Timpelgaister Jubiläum 2026
Fästbricht 35. TG Jubiläum
„Bi dem spiel chasch nur gwünne“. Diese Worte trieben einen grossen Teil der Urmis an jenem besagten Abend ins Verderben. Doch beginnen wir doch am Anfang der Geschichte.
ENDLICH ist es wieder so weit. Nach der abgesagten Aateigätä wären die Urmis beinahe einer Unterhopfung erlegen. Doch zum Glück war am selben Wochenende das 35-Jahr-Jubiläum der Timpelgeister in Brunnen.
Treffpunkt um 16:00 beim Instrumentenbüssli irgendwo in Brunnen. Warum um 16:00 Uhr? Das wissen die Geister. Die Timpelgeister. Ebenfalls ein Geist war unser Major, welcher den Majorenapero um 16:30 Uhr (der Grund für den frühen Treffpunkt), grandios verpasst hatte, da er einen scheinbar wichtigeren Termin wahrnehmen musste. Jänu.
Leise rieselt der Schnee. Der Gmeindsparkplatz in Brunnen wurde langsam von einer weissen Schicht Schnee bedeckt. Zum guten Glück hatten die Timpelgeister (ab jetzt werden sie in diesem Text mit TG abgekürzt) eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in der wir uns bis zu unserem Auftritt verweilen konnten. Zur Auswahl stand die Kaffeestube, das Party-/Auftrittszelt, der Schüttelwagen, die Trüllerhölle, und ein umgebauter Niederflurbus.
Um 18:02 Uhr, so wurde uns gesagt, dürfen wir einen Rhythmus und zwei Lieder auf der Aussenbühne zum Besten geben. Doch dem war nicht ganz so. Nach dem Rhythmus und dem ersten Lied wurde bereits die zweite Gugge angesagt. Unsere wundersamen Klänge muss die einen oder anderen wohl ganz durcheinander gebracht haben. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Monsterauftritt.
Ausgewogene und gesunde Ernährung ist uns Urmis besonders wichtig. Speziell beliebt ist der vegane, zuckerarme Hopfensaft, welcher mit Teigwaren und Tomatensauce (ebenfalls vegi (hat dem Catering-Chef Georg Reichmuth nicht so gefallen)) in grossen Mengen vernichtet wurde.
Nach der Guggenverpflegung wurde das TG-Gelände weiter unsicher gemacht. Während die einen im übergrossen Kürbis um die Wette tranken, telefonierten andere nach Zürich und fragten, ob es dort auch schneie. Fazit: Bülach hatte Schnee, Goldau nicht.
Auftritt 21:40 Uhr: Die Urmis kämpften tapfer gegen das eiskalte Schneegestöber. Sie trompeteten, trommelten und majorten was das Zeug hält. Doch beim heimischem Guggäpublikum war unser musikalisches Meisterwerk nur halb so laut wie sonst. Schuld war der starke Schneefall und sicher nicht nasse Lippen.
Nun teilte sich die Spreu vom Weizen. Während sich die einten ein weiziges Getränk genehmigten, verräumten andere pflichtbewusste Mitglieder die Instrumente. Die nassen Instrumente wurden sorgfältig im Proberaum versorgt und sauber zum Trocknen ausgelegt. Danach ist diese Delegation via Seebä (Grossfäld) nach Brunnen gefahren. Doch ein Urmi musste sich eingestehen, dass er noch nie mit einem Fröntler im Schneefall gefahren war. So blieb er auf dem untersten Parkplatz im Grossfeld stecken. Erst nachdem ein kluger Urmi ihn belehrte, er solle es doch rückwärts versuchen, konnte das bereits verloren geglaubte Fahrzeug sicher den Hügel hinauf manövriert werden.
Die anderen Urmis waren dabei, nie zu verlieren. Denn das eingangs erwähnte Spiel konnte nur gewonnen werden. Im umgebauten Niederflurbus (nicht zu verwechseln mit dem ungemeinen Omnibus) konnte um Shots gewürfelt werden. Die Augenzahl des ersten Würfels bestimmte die Anzahl Shots, die zweite den Preis.
So wurde ausgelassen getrunken, gewürfelt und von einem spendablen Urmi bezahlt (es war ja quasi geschenkt).
Julian und die amtierende Beerpongmeisterin gönnten sich in der Trüllerhölle eine Hampfel Schlaf. Schneebälle wurden geworfen, Ohrfeigen verteilt und zwischendurch wurde mit dem Allerwertesten der Erdmitte etwas näher gekommen.
Alles in allem ein herrliches Fest.
Merci TG für das und bis bald!
Euer El Borracho