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Fasnacht 2025/26

35 Jahr Rampassä 2026

Das erste richtige Heimspiel stand vor uns. An diesem Samstag ging es zu den Rampassä um mit ihnen auf ihr Jubiläum anzustossen. Da solche Heimauftritte immer mit viel Begeisterung und einer gesunden Portion Nervosität verbunden sind, waren zwei Urmis so gütig und nahmen die Guggenmusik unter ihre Fittiche um die Nervosität ein wenig einzudämmen.

Unser Major versprach noch einige Tage zuvor, dass alle eingeladen seien und sagte Zitat: «Am Zwölfi isch s’Bier chalt und d’Spaghetti warm!». Um sicherzugehen, dass wir hier nicht eiskalt angelogen werden, standen einige der sonst immer eher verspäteten Urmis um Punkt 12 auf der Matte. Und siehe da, das Bier war kalt und die Spaghetti zwar warm aber noch nicht al dente. Ob da nun alle Versprechen eingehalten wurden, wage ich zu bezweifeln. Nach einiger Zeit gab es dann endlich die erste Runde Spaghetti und das Schminken Trinken war offiziell eröffnet. Es wurde Mario Kart gespielt, Beerpongbälle geworfen und Kartenspiele erklärt. Der Niveauunterschied unter den Urmis war bei allen drei Aktivitäten sehr gross. So hätten einige eher Stützräder gebraucht, um richtig zu fahren, andere wiederum täten sich gut ein paar Würfe zuhause zu trainieren, damit wenigstens der Tisch getroffen wird. Am schlimmsten aber kam der Niveauunterschied oder eher der Generationenunterschied beim Kartenspiel auf. So durften unsere Urmisplainer (fast wie ein Mansplainer, nur viel besser) immer wieder erklären, wer zum Beipsiel Mike Shiva ist, was Sodomie bedeutet oder warum Smegma nicht gerade viel mit einem Pokemon zu tun hat.

Plötzlich war es 19:15 und die Urmis begaben sich in Richtung des Mythenforum. Zum Glück wohnen unsere zwei Urmis so nahe am Mythenforum, wären doch einige zu spät gekommen, wenn der Weg noch etwa 10m länger gewesen wäre, halt eben diese bekannte Urmipünktlichkeit. Nach dem Verteilen der Eintrittsbändel und der Getränkegutscheine wurden die ersten Tische in der Kaffeestubä beschlagnahmt. Die aufmerksamen Beobachter der Kaffeestube wurden Zeugen eines seltenen Naturphänomens. So trafen sich zwei besondere Exemplare des Homo sapiens und zeigten ihr Begrüssungsritual. Ich bin mir sicher, Netz Natur könnte hier eine dreiteilige Doku über diese zwei äusserst interessanten Menschenaffen machen, aufgrund der vielleicht bald anstehenden Budgetkürzungen musste Andreas Moser und seine Crew aber leider kurzfristig absagen. Trotzdem möchte ich euch dieses Ritual kurz schildern.

In der Kaffeestube trafen sich ein Homo sapiens Urmius und ein Homo sapiens Gnomius. Wichtig anzumerken ist hier noch, dass einer der beiden einen Baustellenhelm als Kopfbedeckung trug. Nach einigem Beschnüffeln und Begutachten standen beide auf den Tisch vor ihnen und fingen an sich gegenseitig Kopfnüsse zu verteilen, der Helm wechselte dabei jeweils zu der Kopfnuss empfangenden Seite, wahrscheinlich um den Verlust der Hirnzellen auf ein Minium zu reduzieren, funktioniert hat es leider nicht. Nach diesem doch eher kuriosen Begrüssungsritual setzten sie sich hin und bestellten ihr erstes Kaffee Schnaps, wie wenn nichts passiert wäre. Ach, wie schön doch unsere Natur ist…

Nach einer kurzen Kaffeerunde und einem geklauten Huhn später, war es auch schon Zeit uns für den Auftritt vorzubereiten. Die Instrumente wurden aus dem Büssli geholt und der erste Rhythmus wurde unter den wachsamen Augen einiger Ehemaligen Urmi-Schlegel, genauer gesagt den Bierfreunden Urmi-Schlegel, zum Besten gegeben. Die Nervosität stieg, die Mundstücke wurden eingewärmt und es wurde sich ein letztes Mal Mut zugesprochen. Schon erklangen die ersten Rhythmus-Töne im Mythenforum und die Urmis gaben Vollgas. Nach einem gelungenen Start war es dann so weit, die Premiere des neuen Stückes stand an. Fazit: Es darf sich hören lassen und die Menge tobte wie so oft beim Auftritt der Urmis. Nachdem nun endlich alle Nervosität herausgetutet und der Rest des Auftrittes gemeistert war, machten sich die Urmis wieder auf den Weg zum Instrumentenbüssli. Nach einem kurzen Feedback vom Major persönlich und der Verköstigung vom Guggengeschenk, welches einigen nicht so gut im Magen lag, war es Zeit das Festgelände zu erkunden.

Wie so oft bestaunten die Urmis mit glitzernden Augen die Dekorationen am Festgelände. So sprang einer Urmi ein besonders schönes Gemälde ins Auge, welches sie sich direkt aneignen musste. Für alle die jetzt sagen, das wäre stehlen oder fast schon kleptomanisch, muss ich vehement wiedersprechen. Es geht hier nur um die Wertschätzung der Arbeit anderer, also eigentlich eines der besten Komplimente und wahrscheinlich ist es an seinem neuen Zuhause sowieso besser aufgehoben als in einer halbverschimmelten Kartonschachtel wo es auf das nächste Rampassä-Jubi warten kann.

Nach einigen Abenteuern auf dem Festgelände war es auch schon Zeit für den Auftritt unserer Gastgeber. Ganz vorne an der Bühne, so nah, dass man schon den Fussschweiss der Rhythmussektion riechen konnte, standen die Urmis und gingen ab wie ein Zäpfli. Sie tobten so stark, dass sogar die Security kurzfristig einschreiten musste und einige besonders wilde Partymäuse beruhigen musste. Die Rampassä spielten ein ums andere Ständchen und beglückten das Publikum, es war wie immer toll… So aber jetzt hemmer gnueg gschleimed.

Nach dem tollen Auftritt waren alle in noch grösserer Partylaune. Es wurde getanzt, gesungen, diskutiert und Weisheiten weitergegeben. So wurde einem Pröbi beigebracht, wie wichtig es sei, das eigene Hydrationsniveau stets im Auge zu behalten um ja nicht in die Unterhopfung zu fallen und deswegen immer beide Hände auszulasten. Nachdem sich der Abend schon langsam seinem Zenit näherte passierte noch ein Wunder. Ein verloren geglaubtes Mitglied der Urmis tauchte plötzlich auf dem Festareal auf. Es trug zwar ein komisches Gwändli, wurde aber nach kurzer Zeit trotzdem herzlichst begrüsst. Wieder vereint feierten die Urmis munter weiter. Einige sogar noch bis in die Morgenstunden. Man munkelt, dass es in der ominösen Urmi-WG noch einen weiteren Spaghettiplausch inkl. Klingelstreich gegeben haben soll, ob dies aber stimmt, kann ich nicht bestätigen.
Danke liäbi Rampassä für üches tolle Jubi und bis glii! Zum Schluss möchte ich nur noch eines sagen: Wenn sie nicht gestorben sind, so essen sie noch heute Spaghetti. Ade merci!

Euer El Abuelo

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Fasnacht 2025/26

Fasnachtseröffnung Sachseln 2026

«Ich ha zGfühl ich bi nur 1 Stund a dem Fäscht gsi.» Diese Aussage fasst unseren Besuch im schönen Sachseln wohl ziemlich gut zusammen. Aber schön der Reihe nach:

An besagtem Samstag hörte man schon am frühen Nachmittag heitere Stimmen aus unseren wohligen vier Wänden im Industriegebiet im Wintersried. Schon um 15.30 Uhr mussten wir nämlich geschminkt parat sein für die Fotosession. Einige verkatert, andere in Topform – ein wilder Haufen in sehr unterschiedlichen Verfassungen bepinselte sich das Gesicht in den schönsten Farben und Formen. Wir zeigten uns von der besten Seite für unser neues Gruppenfoto und vertrieben uns anschliessend die Zeit mit Jassen und damit, hälslichen Trockenheiten entgegenzuwirken. Ein Urmi jammerte ihrem Kumpanen die Ohren voll über ihr Gurt-Problem und die nicht haltende Hose (ihr spröder Gurt wurde von L. Beggenerger letzte Woche mutwillig verzerrt). Doch dieser schaffte mit einer kreativen Idee sofort Abhilfe. Kurzerhand wurde die Coxa (lateinisch: Hüfte) besagter Urmi-Madame mit einem Spannset dekoriert, das nicht nur hip (deutsch: modern, cool) aussah, sondern die Hose auch bombenfest an ihrer Hip (englisch: Hüfte) befestigte. @Mythechroser: Vielleicht eine passende Ergänzung zu eurem stihlvollen Gwändli.
Der Mastermind hinter dieser Idee sowie auch das Versuchskaninchen freuten sich schon bei der Vorstellung, wie es jedesmal «kk kk kk kk» macht, wenn nach einem Toilettengang der Gurt (bzw. das Spannset) wieder angezogen werden musste. Doch dazu sollte es gar nicht kommen. Die Halterung war leider so stabil, dass sie einen Toilettengang verunmöglichte und da besagte Urmi keine monströs-starke Blase hat (auch wenn sie selbst wirklich sehr monströs-stark ist) musste der Gurt schweren Herzens wieder abgelegt werden.
Endlich stand der Car bereit und da kam auch schon die erste freudige Botschaft: Markus war wieder unser Chauffeur. Und er freute sich genauso auf uns wie wir uns auf ihn. «iar seids einfach die Coolsten!». Danke Mek, können wir nur zurückgeben. Der kulante Chauffeur hatte nicht einmal etwas einzuwenden gegen die wilden Beerpöngler in den hintersten Reihen. Stattdessen wendete er seinen Car gekonnt durch die Zentralschweiz, während Team «Champignons oder Eichelpilz» eine spannende Partie gegen «Die fantastischen 45/16» (dieser Name kommt laut einer empirischen Befragung der Autorin von einer japanischen Gorilla-Band) spielte. Angekommen auf dem uns heimisch-vorkommenden Gelände in Sachseln – man könnte es schon fast unsere Wohlfühloase nennen – mussten wir feststellen, dass wir so ziemlich die ersten Gäste waren. So genehmigten sich die einen ein feines Aperölölölölchen, andere machten es sich in der leeren Partyhalle an der Bar gemütlich. Dort bekamen wir von einer Izipanizi-Piratin einen kostenlosen Sprachkurs und wissen jetzt, was eine Chelibuide ist. Für «Eliane the Native» war natürlich längst bekannt, dass damit eine Kaffeestube gemeint ist.


Man könnte meinen, dass inzwischen alle Urmis wissen, dass man sich vor einem Auftritt pünktlich beim Car besammeln muss. Doch es braucht anscheinend nur eine Barbara und schon werden alle Prinzipien über den Haufen geworfen. Was Priskas Schwester wohl alles spannendes erzählt hat, dass vier Urmis geschlagene 5 Minuten zu spät kamen? Das Platzkonzert verlief musikalisch gesehen auf einem Topniveau. Unser Heldenchauffeur hat unseren musikalischen Erguss sogar gefilmt und im Car damit seinen Ohren eine Wohltat gegönnt. Im Anschluss an den Auftritt begann eine Grundsatzdiskussion, ob es Seebä oder Seeibä heisst. Die beiden Meinungslager sind auch im Verlaufe des Abends nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Was meinst du dazu? Schreibs in die Kommentare.

In der kurzen Pause, die wir vor unserem grossen Auftritt hatten, verspeisten einige ihr Znacht, während andere unsere Instrumente bewachten. Danke an dieser Stelle. Nachdem der Berg aka die Treppe erfolgreich erklommen wurde, war es endlich an der Zeit, unsere Fans zu begeistern. Wie der stärkste und schönste Föhn im Urnerland muss es sich wohl angefühlt haben, uns auf der Bühne zu erleben. Einfach nur wow. Im Gegensatz zu den letzten beiden Auftritten ist eine sehr starke Lernkurve zu beobachten. Den Major freuts. So hatte es sich die Urmibergschlegel Guggemusig verdient, am Fest so richtig die Sau rauszulassen. Nach dem glorreichen Auftritt suchten ein paar hungrige Urmis vergeblich die Guggenverpflegung, denn diese war schon weggeräumt worden. Was zuerst wie grosses Pech schien, entpuppte sich in Wahrheit als grosses Glück. Die fünf besagten Urmis durften nämlich mit Patrizia quasi backstage gehen und ein exklusives VIP-Znacht geniessen. Ob dabei auch Geschäftsgeheimnisse der Izipanizis gelüftet werden konnten, bleibt offen. Die Auserwählten halten sich bedeckt.

Im Verlaufe des Abends wurde gejasst, gegessen, getrunken, Freundschaften über die Kantonsgrenzen hinaus geschlossen und natürlich getanzt – letzteres nicht nur neben, sondern auch auf der Bar. Einige Festgäste kamen in der Rondellenbar (hää, sind wir in der Handgruobi?) auch in den Genuss einer Papageienperformanz. Doch nicht nur damit, sondern auch mit einer Hosenpause auf der Bühne, zogen die Urmis die Aufmerksamkeit auf sich. Einfach sympathisch. Kaum angekommen, war auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Alle schafften es pünktlich in den Car (auch der bellende Bavid Dennet). Während die einen ihren Rausch ausschliefen, genossen ihn andere noch in vollen Zügen (oder im vollen Car ha ha). Wie immer sorgte unser Dj-Duo für beste musikalische Unterhaltung. Auch griechischer Wein durfte nicht fehlen, woraufhin Chauffeur Markus meinte: «Am liebsten tät mer grad nach Athen fahrn.» Oh wie recht du hast, Kusi. Doch das war an diesem Abend nicht sein einziger Reisevorschlag. Als wir kurzerhand «Anton aus Tirol» zu «Markus aus Tirol» umänderten und ihn so auch zum begeisterten Mitsingen animierten, wurde Innsbruck plötzlich sehr schmackhaft gemacht als nächstes Urmilaub-Ziel. Markus kümmert sich nach eigenen Angaben um die Organisation der Reise. Wir freuen uns!
Die Singenden und Tanzenden konnten sich auch vom fauchenden Reremy Jeichlin nicht aufhalten lassen und nutzten die Kraft ihrer Stimmbänder bis zum bitteren Ende.

Nach all dem, was ich jetzt zu berichten wusste, scheint es nicht so, als ob wir nur 1 Stunde am Fest waren – im Gegenteil. Aber ich schwöre, viel länger kann es nicht gewesen sein.
Danke Izipanizis, es war uns eine Freude!

Eure La Ronquera

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Fasnacht 2025/26

45 Jahre Arvi Hyler 2026

Ab wenn isch hüt öper im Proberuum? Früeh.
Vielen Dank für diese äusserst detaillierten Informationen.
Das Urmi-Volk traf sich also früeh im Proberaum, versorge die Leber mit ordentlich Klang Wasser und schmierte sich mehr oder weniger euphorisch unsere geliebte Farbe in die Visage. «Wele Dubel hed erfunde das Guggene sich mönd Schminke?»
Unpünktlich um 17.15 traf Christoph, Christian, Markus oder wie auch immer unser Car Chauffeur heisst ein und manövrierte uns Richtung Kerns. Wir ölten in dieser Zeit weiterhin fleissig unsere Stimmbänder und verspeisten den feinen Apero – Mercii! In Kerns angekommen erkundete ein Grossteil das Festgelände (also die Hälfte des Dorfes) und hat sich fleissig Vollkornsprudel ins Feinkostgewölbe gekippt. Andere holten sich zwischenzeitlich etwas zu Futtern. Die Adelige Truppe unserer vornehmen Bande gönnte sich ein Abend Mal im Noblen BergBerg (Es hat anscheinend nicht nur ein Berg in Obwalden).
Mit der Erkenntnis das der Kirchenturm eine erschreckend frühe Zeit abbildet, entschied sich unser Major kurzerhand das er unserem wissensdurstigen Haufen ein Stadtführung anbietet. Weiter kann ich leider nicht berichten. Es wurde anscheinend ein höchstseriöses geheimes Tele 1 Interview getätigt?! (Darum wird es nicht Ausgestrahlt). Eine kleine auserwählte Truppe durfte währenddessen ein aufklärenden Gespräch mit der örtlichen Polizei führen. Fazit : Die Obwaldner Polizisten finden das neue Design der Polizeiautos nicht beflügelnd und waren froh das wir dieses mit einem Dinosaurier Kleber geschmückt haben.
Der Abend verging und das Niveau sank – Gott sei dank merkte der eint oder andere Urmi das ein kleines zwischen Minereal das Verlangen nach Flüssigkeit eben so gut stillt, wie ein ethanolhaltiges Spassgetränk. Wie genossen die Musik, ganz besonders erfreute es uns wenn das Lied direkt vor den Refrain abgebrochen wurde – schmeiss den DJ raus, schmeiss den DJ raus!! Nach Stundenlangem Zeitvertrieb im Festgelage galt es ernst. Um 1 Uhr hatten wir unseren Auftritt bei welchem wir mit unfassbarem Einsatzwillen performten und schlussendlich sogar noch ein zusätzliches Lied spielten (Ob das tatsächlich ein Zusatz oder doch eher eine Notrettung war- ich weiss ja nicht)
Nach unserem Auftritt verzogen wir uns zurück uf Seebä und liessen unseren Fahrer sein Leben hinterfragen. Gegen diese abartigen Töne (Gesang kann man das ja nicht nennen) hat nicht mal eine halberdrosseltes, heiseres Ziege eine Chance.
Beim Proberaum angekommen schwärmten die Urmis aus und verzogen sich in alle möglichen Richtungen.Einige hauten sich Zuhause aufs Ohr andere zogen weiter ins Mill (das war aber geschlossen)- Scheiss Mill oder genehmigten sich eine Bettmümpfeli im Proberaum.
Bis nächst Samstig
Senorita dedo torcido

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Fasnacht 2025/26

Timpelgaister Jubiläum 2026

Fästbricht 35. TG Jubiläum

„Bi dem spiel chasch nur gwünne“. Diese Worte trieben einen grossen Teil der Urmis an jenem besagten Abend ins Verderben. Doch beginnen wir doch am Anfang der Geschichte.
ENDLICH ist es wieder so weit. Nach der abgesagten Aateigätä wären die Urmis beinahe einer Unterhopfung erlegen. Doch zum Glück war am selben Wochenende das 35-Jahr-Jubiläum der Timpelgeister in Brunnen.
Treffpunkt um 16:00 beim Instrumentenbüssli irgendwo in Brunnen. Warum um 16:00 Uhr? Das wissen die Geister. Die Timpelgeister. Ebenfalls ein Geist war unser Major, welcher den Majorenapero um 16:30 Uhr (der Grund für den frühen Treffpunkt), grandios verpasst hatte, da er einen scheinbar wichtigeren Termin wahrnehmen musste. Jänu.
Leise rieselt der Schnee. Der Gmeindsparkplatz in Brunnen wurde langsam von einer weissen Schicht Schnee bedeckt. Zum guten Glück hatten die Timpelgeister (ab jetzt werden sie in diesem Text mit TG abgekürzt) eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in der wir uns bis zu unserem Auftritt verweilen konnten. Zur Auswahl stand die Kaffeestube, das Party-/Auftrittszelt, der Schüttelwagen, die Trüllerhölle, und ein umgebauter Niederflurbus.
Um 18:02 Uhr, so wurde uns gesagt, dürfen wir einen Rhythmus und zwei Lieder auf der Aussenbühne zum Besten geben. Doch dem war nicht ganz so. Nach dem Rhythmus und dem ersten Lied wurde bereits die zweite Gugge angesagt. Unsere wundersamen Klänge muss die einen oder anderen wohl ganz durcheinander gebracht haben. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Monsterauftritt.
Ausgewogene und gesunde Ernährung ist uns Urmis besonders wichtig. Speziell beliebt ist der vegane, zuckerarme Hopfensaft, welcher mit Teigwaren und Tomatensauce (ebenfalls vegi (hat dem Catering-Chef Georg Reichmuth nicht so gefallen)) in grossen Mengen vernichtet wurde.
Nach der Guggenverpflegung wurde das TG-Gelände weiter unsicher gemacht. Während die einen im übergrossen Kürbis um die Wette tranken, telefonierten andere nach Zürich und fragten, ob es dort auch schneie. Fazit: Bülach hatte Schnee, Goldau nicht.
Auftritt 21:40 Uhr: Die Urmis kämpften tapfer gegen das eiskalte Schneegestöber. Sie trompeteten, trommelten und majorten was das Zeug hält. Doch beim heimischem Guggäpublikum war unser musikalisches Meisterwerk nur halb so laut wie sonst. Schuld war der starke Schneefall und sicher nicht nasse Lippen.
Nun teilte sich die Spreu vom Weizen. Während sich die einten ein weiziges Getränk genehmigten, verräumten andere pflichtbewusste Mitglieder die Instrumente. Die nassen Instrumente wurden sorgfältig im Proberaum versorgt und sauber zum Trocknen ausgelegt. Danach ist diese Delegation via Seebä (Grossfäld) nach Brunnen gefahren. Doch ein Urmi musste sich eingestehen, dass er noch nie mit einem Fröntler im Schneefall gefahren war. So blieb er auf dem untersten Parkplatz im Grossfeld stecken. Erst nachdem ein kluger Urmi ihn belehrte, er solle es doch rückwärts versuchen, konnte das bereits verloren geglaubte Fahrzeug sicher den Hügel hinauf manövriert werden.
Die anderen Urmis waren dabei, nie zu verlieren. Denn das eingangs erwähnte Spiel konnte nur gewonnen werden. Im umgebauten Niederflurbus (nicht zu verwechseln mit dem ungemeinen Omnibus) konnte um Shots gewürfelt werden. Die Augenzahl des ersten Würfels bestimmte die Anzahl Shots, die zweite den Preis.
So wurde ausgelassen getrunken, gewürfelt und von einem spendablen Urmi bezahlt (es war ja quasi geschenkt).
Julian und die amtierende Beerpongmeisterin gönnten sich in der Trüllerhölle eine Hampfel Schlaf. Schneebälle wurden geworfen, Ohrfeigen verteilt und zwischendurch wurde mit dem Allerwertesten der Erdmitte etwas näher gekommen.
Alles in allem ein herrliches Fest.
Merci TG für das und bis bald!

Euer El Borracho

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Fasnacht 2025/26

Warm-Up 2025

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Urmi Unterwegs

Ur(mi)laub 2025 Bulgarien Goldstrand

Tag 1: Am Freitag, 25. Juli besammelte sich eine Gruppe von 14 Urmis am Bahnhof Seewen. Jedoch kann ich über die gefolgten Ereignisse nicht berichten, da 5 Urmis – zu denen auch ich gehöre – die Reise bereits am Sonntag angetretet hatten und an diesem besagten Tage schon in Sofia waren.

Die besagten fünf Abenteurer:innen reisten mit dem Zug nach Varna. Dennoch verfolgten sie gespannt den Flug von Zürich nach Sofia über den Livetracker.
Auch bangten sie, als sie sahen, dass der Flug eine Stunde Verspätung hatte und hofften, dass ihre geliebten Kumpanen ihren Anschlussflug in Sofia erwischen werden.

Im Hotel angekommen gönnte sich der Vortrupp zuerst einen Cocktail an der Poolbar und erfrischte sich im kühlen Nass. Wie sich später herausstellte, wurde hier auch das Trend-Getränk festgelegt, welches die Urmis noch den ganzen Urmilaub lang prägen wird: Sex am Strand.

Als die fünf Urmis schon leicht einen sitzen hatten (danke an die Barkeeper für den grosszügigen Anteil Alkohol im Getränk), wurden sie über die Ankunft der restlichen Gruppe informiert. Endlich sind wir komplett.
Nach dem Erhalt der Schlüssel, dem Betreten von falschen Zimmern, in welchen sich schlafende Personen befanden (C207 ist nich gleich 207) und diversen anderen vertauschten Zimmern richteten sich die Urmis gemütlich ein und genossen ein, zwei Drinks an der Poolbar.

Wobei man hier nicht mit den gleichen Massen rechnen kann wie wir es uns gewohnt sind. Ein, zwei Drinks enthalten hier etwa gleich viel Alkohol, wie bei und fünf bis sechs… So hat sich ein Urmi nach dem anderen relativ unbewusst einen hinter die Rüstung gerömert.

Torkelnd und hungrig von der langen Reise goiferten die Urmis auf das vorzügliche Znachtbuffet, welches im All-Inclusive natürlich inklusive war.
Fazit: Wer gerne zu zehnt an einem 4er-Tisch stehend isst, gute Zähne und einen starken Kiefer für die Schweinsplätzli hat, keine Geschmacksknospen auf der Zunge besitzt, Salz gerne mit dem Esslöffel verspeist und dem das Abführmittel in der Apotheke zu teuer ist, der isst in diesem Restaurant richtig gut.

Anyway. Unbefriedigt gesättigt (die Pommes waren immerhin essbar) machten sich die Urmis auf ins Nachtleben vom Goldstrand.

Erster Halt: Bierkönig.
Wir wurden herzlich empfangen und sofort an einen Tisch gewiesen. Wir wussten nicht mal wie uns geschieht, schon standen 17 Masse Sex am Strand auf unserem Tisch. Nun wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und aus dem Plastikröhrli geschlürft. Die obligaten Bierkönig T-Shirts durften natürlich auch nicht fehlen. Unserem Julian gefiel der Merch so gut, dass er sich gleich auch noch ein Badetuch und ein T-Shirt obendrauf kaufte. Wieder andere opferten sich, einen Liter Sex am Strand zu kaufen, um dazu ein herziges Bierkönig-Äffchen zu bekommen (es macht imfall sogar Geräusche).

Eine Bolognaise später, einige Promille reicher und mit einem Apfel, Pommbären und leckeren Chubachups (das gibt Boden) im Magen, machten wir und auf den Weg Richtung MEGAPARK DOLPHIN oder ins Rote Pferd.
Ab hier wurde der Abend ausgesprochen wild. Die Urmis teilten sich auf und mischten sich unters Fussvolk. Einige Urmis zeigten den Österreichern, wie man richtig Beerpong spielt. Im selben Masse wie im Skizirkus zeigte sich die Schweiz gegenüber der Kaiserschmarrn-Nation dominant und unbezwingbar.

Im roten Pferd bewegten sich die Urmis rhythmisch zu bester Ballermann Musik. Ob am Boden, auf Stühlen oder auf dem Tisch spielte keine Rolle.

Gewisse Urmis kühlten ihre überhitzten Körper noch im Meer ab, während andere sich eine Köstlichkeit in der goldenen Möwe gönnten. An dieser Stelle muss auch noch ein Rückfall erwähnt werden. Unsere militante Vegetarierin schnabulierte genüsslich zwei Chicken Nuggets. Diese blieben aber unverdaut, da sie später damit das Hotelbadezimmer neu tapezierte. Ob es nun an den Chicken Nuggets oder etwa doch am guten Sex am Strand gelegen hat, wissen nur die Götter.

Euer El Borracho

Tag 2: Nach einer sehr durchzechten Nacht, in der einige Urmis ihre Grenzen mit grossen Schritten überschritten hatten, wurden wir von der Sonne wieder geweckt. Einige standen sogar schon so früh auf den Beinen, dass sie den Pool entweihen durften, während andere am liebsten gar nicht mehr aus dem Bett gestiegen wären. Man munkelt sogar, dass einige Urmis auch noch in den Mittagsstunden den WC-Rand ganz genau unter die Lupe nehmen mussten.

Nachdem dann doch alle Urmis wieder unter den Lebenden wandelten, beriet man sich, wo man jetzt das Mittagessen verzehren würde. Das All-Inclusive-Buffet war nämlich schon 10 Minuten vor dem eigentlichen Startschuss gerappelt voll. Naja, die grossen Bäuche einiger Hotelgäste kamen ja nicht von irgendwo. Futterneid wurde in diesem Hotel sehr gross geschrieben. So entschieden sich die Urmis der Snackbar eine Chance zu geben. Doch auch hier galt das Gesetz des Stärkeren und vor allem des Geduldigeren. Für ein Stück Pizza stand man gut und gerne fast eine Stunde an. Kaum kam die Pizza aus dem Ofen, beigten sich einige Hotelgäste munter fröhlich die halbe Pizza auf den Teller, krönten diesen Leckerbissen mit viel Mayo und Ketchup und liessen die verdutzten Gesichter der hungrigen Urmis hinter sich.

Dann begnügten sich die Urmis halt mit dem Salatbuffet der Snackbar. Dieses war komischerweise immer frei und man konnte sich ohne Ellbogen-Gerangel den Teller füllen. Ob es wohl daran lag, dass es dort keine frittierten Esswaren gab? Die Antwort auf diese Frage überlasse ich bewusst der lesenden Person.

Zu guter Letzt war dann noch das Würstchen & Pommes Buffet. Hier war auch wenig los, was aber daran lag, dass es am Weitesten weg war und die meisten lieber zwei Stunden auf eine Pizza warteten, statt die mühsamen 5m Gehweg hinter sich zu legen. Die Würstchen waren nicht vergleichbar mit den feinen Delikatessen der Reichmuth Metzgerei in Schwyz (kein Sponsoring) aber um gegen den Kater zu helfen waren sie gut genug. Von den Pommes will ich gar nicht erst anfangen. Diese wurden wahrscheinlich eher im Öl gebadet statt frittiert, was wohl auch die fehlende Knusprigkeit erklären würde.

Also ging es nach einem nicht zufriedenstellenden Zmittag weiter ins Nachmittagsprogramm. Einige vergnügten sich am Pool, ob beim Baden oder beim Beobachten der seeeeeehr motivierten Animateur:innen am Poolrand, andere wiederum vertrieben sich die Zeit mit Karten-/Brettspielen. Beim Spiele spielen erfuhren sogar einige Urmis, dass eine sehr intelligente Frau in unserer Guggenmusik, nicht so intelligent ist, wenn es um das Spielen von Kartenspielen geht. Naja, es ist halt auch nicht immer alles Gold was glänzt…

Das Highlight des Abends war eindeutig unser Wichteln. Alle hatten einige Monate im Voraus eine Person gezogen und durften für diese ein mehr oder weniger schönes Oberteil organisieren. Ein Juwel nach dem Anderen wurde übergeben und angezogen. So erfreuten wir uns an vielen lustigen T-Shirts, Hemden oder sogar halben Outfits. Nachdem wir uns von einem sehr angeheiterten Belgier ablichten liessen, machten wir uns mit grossem Elan zum gemeinsamen Abendessen auf. Da wir nicht ewig anstehen wollten, entschieden wir uns, in ein Restaurant ausserhalb des Hotels zu gehen. Beim Schreiben des Berichts fällt mir sogar auf, dass wir nur in Restaurants waren, welche den Namen von Lob hatten (ob wir Opfer von unbewusstem Marketing geworden sind?). Angekommen im Restaurant ‘Prima’, liessen wir es uns gut gehen. Wir genossen die Blicke der vorbeigehenden Leute und besprachen unseren Schlachtplan für den Abend. Hier betonten einige, dass sie es doch ein wenig gemütlicher angehen wollten als noch am Abend vorher.

Nach dem Zahlen hiess die erste Station Megapark. Der Vortrupp von diesem Abend machte sich mit dem Wikinger-Shot schon einen gewissen Namen im Megapark. Bei diesem Shot trägt die trinkende Person einen ‘Wikingerhelm’ und bekommt von diversen Personen immer wieder einen Shot oder einen anderen Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Nachdem alle auf den Kopf geschlagenen Getränke getrunken sind, hat man diese Mutprobe überstanden. Also feierten wir unseren ersten Erfolg im Megapark und liessen das Tanzbein schwingen. Nach etlichen Tänzen und Getränken ging es dann weiter ins Malibu. Laut einigen Urmis war es Zitat: «szene hie, chömed au». Laut anderen Zitat: «Malibu nur guet wenn ohrestöpsel hesch, suscht fühlts sich aah, wie wenn… 18+».

Der zweite Tag war für viele ein weniger strenger Tag, in weiser Voraussicht, dass es Morgen ja auch nochmals so weitergehen würde und man diesen ja auch geniessen will. Dementsprechend gingen einige schon vor dem Ende des Tages ins Bett, aber natürlich nicht alle. Einige, allen voran unser Reiseführer Julian, liessen sich die Partystunden nicht entgehen. Es wurde also weitergetanzt, getrunken und gelacht. Ich glaube hier ist eine grosse Portion Fomo (Fear of missing out) dabei, aber das ist nur eine Theorie von mir.

Nachdem auch die letzten Urmis den Weg ins Bett (wenn auch nicht immer das eigene) geschafft hatten, ging der Tag für uns zu Ende.

Euer El Abuelo

Tag 3: Der dritte Tag des bulgarischen Ur (mi)laubes startete mit einem «zächen» aufwachen, zumindest für diejenigen, welche am Vortag so richtig die Sau rausgelassen haben. Fürs Frühstücksbuffet hats dann für den Grossteil nicht mehr gereicht, vermutlich da dieses auch schon früh morgens um neun Uhr wieder geschlossen hat. Den Tag über verbrachten die immer besser destillierten Urmis am Pool und hielten das überklassifizierte Barkeeper Team nicht nur auf Trab sondern sogar auf Galopp. Diese testeten sich nämlich durch alle möglichen Variationen einen Sex am Strand zu mischen. Ein paar der Urmis hatten genug von diesem tragischen Dilemma und griffen zum geliebten Hopfensaft zurück.
Um dem Fleischpanzer (wenigstens etwas) gutes zu Tun, liessen sich viele Urmis in der Massage verwöhnen, nicht nur durch die Massage sondern, auch durch den Anblick des Masseurs, welcher anscheinend zu heiss bekam unter seinem Shirt.

Als es ums Abendessen ging wurde es wieder komplizierter, da trotz All Inclusive niemand im Hotel speisen wollte.

Tanke an dieser Stelle ans Hotel für die grosszügige Spende an Salz, Zucker, dem drucklosen Schiss und den übermotivierten Hotelmitarbeiter
(Unbezahlte Werbepartnerschaft)

Das Urmivolk montierte und zog durch die Strassen von Warna. Ohne Musik aber trotzdem unverkennbar durch unseren exquisiten Urmi T-shirts suchten wir nach dem Restaurant das am wenigsten nach einer Lebensmittelvergiftung aussah. Es wurden diverse Gerichte verspiesen und erstaunlicherweise waren diese sogar Essbar und enthielten eine angeneme Menge an Salz, nicht wie anderes.

Die erneute Eroberung der Partystadt stand bevor. Als erstes zog es die Urmis in den Megapark, in welchem der Abend durch den Vikinger Shot und das schrille gepfeife der Trillerpfeife eingestimmt wurde. Es wurde sogar so bestialisch gefeiert,gelacht und getanzt das uns die Bar eine Runde Shots auf ihren Nacken gönnte, als Dank für die einzigartige Energie die unser wildes Rudel mitbrachte.

Ein paar Mase später zogen die Urmis weiter in Richtung Malibu zu den 14 Jährigen Bulgarierinnen wie es hies. Auch da wurde den Urmis ein wenig (sehr Negative) Aufmerksamkeit geschenkt weil unsere rebellische Laa Lengenegger (Name wurde durch die Redaktion geändert) dachte es wäre eine intelligente Idee durch den Tisch zu schnaagen.
Um den allmächtigen Ruf der Urmis nicht zu zerstören konzentrierten wir uns dann auf die kuriosen Studien des Universums. Eine wohl bis heute ungeklärte Frage: Wie schätzt man das Alter von Frauen korrekt ein?

Nach dieser übermässigen Hirnaktivität und dem Wissen das wir am nächsten Morgen bereit sein müssen um zurück ins schöne Seebä zu fliegen, gaben viele Tittis der Sehnsucht nach dem kühl klimatisierten Schlafzimmer nach. Die fünf letzten verlorenen Seelen schwirten lautstark zurück zum Partystaddel, da diese ,begeistert vom Urmi-Volk, uns Gratis Eintritt versprachen. In besagter Diskothek genehmigten wir uns noch einen (oder zwei) kleinen Schlummertrunk. Nach dem wir dann ausgetrunken, Pizza verhudelt und unseren Alkohol versifften Körper im Pool bädelten (wieder weggescheucht wurden) und ein ausgesperrten Urmi Asyl fand erlosch dann auch das Licht im letzten Apartement.

ciao miau
senorita dedo torcido

Tag 4: Guten Morgen, ihr geschändeten Urmi- Schlegel Leiber! Der Schlagerkönig auf dem Nashorn hat es verkündet: 10 Uhr Checkout an der Rezeption. Einige clevere Urmis konnten vorher noch schnell am Frühstücksbuffet Natrium auftanken oder beim letzten „Bädele“ das Herz-Kreislauf-System rebooten.

Die ersten Reisewütigen Urmis, welche noch weiterziehen, wurden ebenfalls verabschiedet.

Dann begann die epische Heimreise. Im Taxi zum Flughafen glaubten manche kurz, man sei immernoch komplett besoffen, als sie ein EBS-Stromer Auto überholte.
Am Flughafen: Nahrungssuche wie in der Wildnis. McDonald’s roch vielversprechend, war aber eher ein Föhn mit Ketchup. Am Gate draußen, weil warum auch nicht, wurden die Urmis zum letzen Mal gar gebrättelt.

Im Flieger dann Hoffnung auf Schlaf… Doch die Airline versuchte permanent, uns Duty-Free-Schrott zu verkaufen, begleitet von einer Lautsprecherdurchsage, die klang wie ein Zahnarztbohrer auf Speed. Hätten sie wenigstens Pamir Kopfhörer verkauft. Amateurä.

Wien. Nächster Flug. Diesmal durften unsere gärenden Körper ganz vorne mitfliegen und generierten so einen grandiosen Auftrieb. Landung wie Butter. In Mailand: Die Nerven dünn, der Hunger real. Schnell weiter ins Taxi zum Bahnhof. Wieder mussten wir einem weiteren reisewütigem Urmi Tschüss sagen. Kurz noch was essen, bevor jemand unabsichtlich jemanden beißt.

Zugfahrt Endspurt: Letzte Spielrunden und Jassen ab Schweizer Grenze. Währenddessen zerbricht sich der halbe Waggon den Kopf über die große Splitwise-Abrechnung.
Endresultat: Jeder schuldet jedem 2 Franken, ein halbes Wienerli, drei Chips und einen mentalen Breakdown.
Grund? Einige haben beim Taxifahren offenbar Nachholbedarf im Märchten. Amateurä.

In Goldau dann Abschied. Einer nach dem anderen verschwand, vermutlich in ein Koma aus Schlaf.
Trotz dem anstrengem Tag und vielen Mimimi ist etwas nicht zu vergessen:
DANKBARKEIT.
– Danke fürs Gratis Saufen
– Danke fürs Gratis Essen
– Danke für Salz
– Danke, dass wir heute nicht friehren mussten

– Danke, danke an Julian.
– Und TANKE für diesen erholsamen Urmilaub mit euch!

Senorita Mimimi

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    Urmi Unterwegs

    Chämilochturnier 2025

    Urmis dominieren das Chämilochturnier – mit Stil und Ausdauer

    Nach der Fasnacht gönnen sich viele eine Auszeit – nicht so die Urmis. Für sie beginnt dann die Eiszeit. Beim legendären Chämilochturnier in der Eishalle Seewen (Zingel) stellten sie erneut ihre Klasse unter Beweis.

    Perfekte Vorbereitung auf und neben dem Eis

    Nach fast zwei Wochen Pause starteten die Urmis ihre Vorbereitung in der Taverne der Eishalle. Dort wurde nicht nur das dringend benötigte Aufbaugetränk getankt, sondern auch die zuvor einstudierten Spielzüge besprochen. Voller Euphorie und Kampfgeist ging es schliesslich in die Garderobe.

    Starker Auftakt und dominantes Spiel

    Ausgerüstet und bereit für die intensiven Zweikämpfe, setzten die Urmis ihre Kufen aufs Eis und zeigten Eishockey vom Feinsten. Bereits in den ersten Minuten war klar: Die Trainingsstunden hatten sich gelohnt. Mit cleveren Spielzügen, perfektem Stellungsspiel und beeindruckender Physis setzten sie ihre Gegner unter Druck.

    Dank taktischer Raffinesse und Präzision – Qualitäten, die sie sonst nur beim Beerpong unter Beweis stellen – kontrollierten die Urmis das Spielgeschehen. Sie kombinierten sich mit symphonischer Eleganz durch die gegnerischen Reihen, spielten kluge Pässe und verwandelten eiskalt.

    Doppelerfolg auf dem Podest

    Nach sechs intensiven Partien sicherten sich die Urmis den 1. und 2. Platz – wenn auch von hinten betrachtet. Doch das tat der Euphorie keinen Abbruch. Über die gesamte Turnierdauer floss nicht nur reichlich Aufbaugetränk, sondern auch viel Schweiss, der am Ende in einer eher unfreiwilligen Teamdusche endete.

    Anschliessend versammelten sich die Urmis erneut in der Taverne, um ihre Leistung zu feiern und den lokalen Gutschriftenzettel sinnvoll zu verwerten.

    Mit Blick auf das nächste Jahr steht fest: Die Urmis sind bereit, sich auch 2026 wieder der eisigen Herausforderung zu stellen.

    Euer El Borracho

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    Fasnacht 2024/25

    🎺 Güdelzistig 2025

    So schnell wie sie gekommen ist, so schnell war sie auch wieder vorbei. Plötzlich war es Güdeldienstag und die Fasnacht fing an sich zu verabschieden. Doch wir Urmis wollten es nochmals wissen. Zwei der härtesten Urmis genossen sogar jede Stunde des Güdeldienstag und gingen gar nicht erst schlafen. Doch um euch diese Geschichte zu erzählen, bräuchte ich ein ganzes Buch, deswegen erspare ich euch das.

    07:30

    Die ersten Urmis trafen sich, um mit der angeblich wichtigsten Mahlzeit in den Tag zu starten, dem Frühstück. Bestehend aus einer Stange und einem Gipfeli, oder für Normalsterbliche ein Kaffee und ein Gipfeli, wurde im Schelbert in Seewen der Tag richtig begonnen.

    08:00

    Nächster Pflichttermin für (fast) jeden Urmi, das Gleis in Seewen. Immer mehr Urmis kamen hinzu und so füllten wir schon zu früher Stunde zwei ganze Tische. Wie jedes Jahr am Güdeldienstag freuten sich die Urmis besonders auf das Schminken. Mit den letzten Kräften tupfte man sich die Farbe ins Gesicht und als I-Tüpfchen gab es zum Abschluss noch die Hand Davids draufgedrückt. Einige sehr ambitionierte, meiner Meinung nach übermotivierten, Urmis, schminkten sich fast, wie wenn SchmuDo wäre. Aber eines hatten wir gemeinsam, alle schnuuften das letzte Mal für diese Fasnacht Haarspray ein. Was ein Duft.

    09:00

    Nun hiess es «Instrumente fassä!» und warten. In der alten Gasse einquartiert wurde noch das Schrott-Bingo verteilt und die ersten Aufgaben erledigt. Danach wurde gewerweist, wer hatte die besten Gewinnchancen, was konnte man beeinflussen und würde es Jerry schaffen speifrei zu bleiben? Letzteres passiert sowieso, trotzdem hoffen wir jedes Jahr aufs Neue auf das Wunder von Seewen.

    Plötzlich knallte es, viele erschraken, noch mehr freuten sich, denn nun begann der Staatsfeiertag richtig. Und ein weiterer positiver Punkt, alle Finger blieben dran. 😉

    Nach einem gelungenen Negus-Marsch (guet fürs Gmüet, schlecht fürs Bingo) und einem akzeptablen ersten Auftritt wurden die neuen Pröbis instruiert, was genau ihre Aufgabe am Güdeldienstag. Aufgestockt mit Wein und Cervelats genossen die Urmis ihre erste Pause. Die Pröbis jedoch hatten weniger Pause, denn ihre Aufgabe war es ja, stetig Wein heranzuschaffen.

    11:30

    Ab ins Zmittag. Doch bevor wir gingen, spielten wir noch einmal für die Schau- und Hörlustigen Seebner. Langsam, aber sicher waren die Lippen und Hände der Urmis aufgewärmt und die Lieder klangen immer besser. Danach gässelten wir in Richtung Gardi, gaben dort noch ein Lied zum Besten und durften danach bei zwei Urmi-Sympathisanten zu Mittag essen. Auch wenn nur halbe Portionen gegessen wurden, lag das wohl eher an der strengen Fasnacht als an der Qualität des Essens. Danach wurde Sonne getankt, sich sportlich ausgetobt oder eins ausgejasst. Nach einem kleinen Dessert ging es weiter.

    13:30

    Angekommen im Bauernhof war schon der nächste Auftritt fällig. Vor kleinem, aber feinem Publikum gaben wir unsere Lieder zum Besten. Nach dem Eintreffen der Nüsslerrott verteilten wir uns in die beiden Gasthäuser und genossen unsere nächste Pause. Es schien fast so, als ob die Urmis an so einem schönen Güdeldienstag die Pausen mehr ersehnten als die Auftritte.

    14:45

    Wieder ging es auf den Seerüti-Platz. Die Urmis gässelten von Unter- nach Oberseewen und vertrieben sich die Zeit mit Tänzen, Autos aufhalten und einfach sonst Schabernack. Angekommen auf dem Seerüti-Platz staunten wir zuerst einmal. Plötzlich waren so viele Leute da. Doch das spornte uns umso mehr an und so gaben wir noch einmal alles und zeigten dem ganzen Talchessel, dass wir auch nach einer strengen Fasnacht noch gleich performen konnten wie am Anfang. Aufgrund der vielen Leute hatten wir kaum Platz zum Sitzen und so wurde jedes Mäuerchen oder Treppchen genutzt, um die ach so müden Beine auszuruhen.

    Langsam, aber sicher ging es ans Eingemachte. Immer näher kam der Moment, an dem auskam, wer uns ein weiteres Jahr erhalten blieb und wer nicht. Einige Urmis fanden sich langsam mit der Wahrheit ab, während andere es weiterhin mit leugnen versuchten und wieder andere schworen sich, dieses Jahr keine Träne zu vergiessen.

    15:45

    Weiter ging es in den dampfenden Kessel. Da es dort nicht so viele Zuschauer hatte, entschieden wir uns zuerst Pause zu machen. An der Bar angekommen, merkte man, dass die Gaswerk-Crew gar nicht wusste wo alles ist. So entschied sich ein besonders hilfsbereiter Urmi, den verlorenen Seelen hinter der Bar zu zeigen, wo denn alles ist und was sich in welcher Schublade versteckte. Nach der Instruktion wurden die Bartender gebeten, ob sie denn nicht einen oder zwei oder vielleicht sogar drei der feinen Schüttelbecher machen könnten, um den unstillbaren Durst der Urmis zu mindern. Gesagt getan, und so wurden die Schüttelbecher munter-fröhlich untereinander verteilt.

    Nach der Pause gaben die Urmis trotz dem geringen Publikum ein Lied zum Besten und zogen dann weiter in Richtung Bahnhof.

    16:30

    Vor dem Clovers war dann der letzte, offizielle Auftritt der Urmis. Sogar einige Rampassä zog es nach Seewen, um den schönen Tönen der Urmis zu lauschen. Ein Urmi durfte sogar endlich den eigenen Lebenstraum erfüllen und bei einem Rhythmus mitspielen. Nach einem gelungenen Auftritt genoss man die letzte Pause in dieser Fasnacht, bevor man sich schweren Herzens in Richtung der Kirchentreppe begab.

    Dort angekommen, spielte man noch einige Liederwünsche der Urmis, bevor dann der richtig schwere Moment des Abschieds kam. Zum Glück mussten wir dieses Jahr nur ein Urmi verabschieden. Trotzdem waren das letzte Lied schwierig zu spielen und so manch eine Note kam nicht mehr ganz richtig heraus. Danach wurde sich umarmt, Tränen vergossen und Abschied genommen. Nach einigen innigen Minuten rauften sich die Urmis wieder zusammen und gingen ein letztes Mal für diese Fasnacht in die Seerüti-Halle um ihre Instrumente zu deponieren.

    17:30

    Dann kam der inoffizielle Teil. Viele Urmis begaben sich in die Hofmatt in Schwyz um gemeinsam während dem Abendessen noch einmal die Fasnacht Revue passieren zu lassen. Nach einem guten Znacht verabschiedeten sich einige und wieder andere schauten dem Blätzverbrennen zu. Nach dem es den Blätz «verjaggt hed» und die Rampassä ihren letzten Auftritt hatten, begaben sich die besonders widerstandsfähigen Urmis in die Obstmühle um noch einen Schlummertrunk zu geniessen. Die weniger widerstandsfähigen oder einfach nur Titti genannt, nahmen den kurzen Weg und gingen lieber ins Kreuz & Quer. Die am wenigsten widerstandsfähigen Urmis begaben sich sogar lieber in den Militärdienst… soo schwach.

    In der Obstmühle wurde wieder philosophiert und Kaffe Zwätschge getrunken. Um kurz vor zwölf verabschiedeten sich die Urmis und gingen langsam nach Hause. Einige trieb es noch «schnell» ins Höfli, wo sie ein neuartiges Getränk offeriert bekamen und noch einige Ex-Urmis trafen. Als letzte Aktion der Urmis machten zwei Pröbis mit drei Ex-Urmis (einige davon so schlau, dass sie Poppers lieber trinken als riechen) ein Bild auf dem Hauptplatz auf dem sie zeigten, warum sie doch besser seien als der Rest der Guggenmusik, na ja darüber kann man diskutieren.

    Wie schön die Fasnacht doch wieder war und wie schön, dass es sie nächstes Jahr wieder gibt. Und trotzdem freue ich mich auf einige Monate Pause.

    Ich ha gschlosse, ade merci

    Euer El Abuelo

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    Fasnacht 2024/25

    🎺 Fasnachtssamstag

    Nach einem langen Jahr Wartezeit war es endlich wieder soweit und der legendäre Fasnachtssamstag war gekommen. Während einige noch Mühe hatten den gestrigen Abend zu verdauen, waren andere sichtlich mit einer Energie unterwegs, die einem Flummi auf Koffein glich. Egal wie das Käterli gerade war, dieses Spektakel wollte kein Fasnachtsfanatiker verpassen. Zu Gast in diesem Jahr waren die Rampassä und die Muota-Gnomä. Mit diesen beiden Gastguggen konnte der Abend nur unvergesslich werden.

    Bereits beim ersten Schritt in die Seerütihalle war klar: Heute wird nicht nur gefeiert, sondern auch ordentlich hineingeleert. Eine Urmin hatte zweiteres leider ein wenig falsch verstanden und dabei das Wort hinein mit aus verwechselt. Um ja keinen edlen Tropfen zu verschwenden wurde prompt alles auf- und sogar ausgesaugt. Wobei jedoch diesem Mitglied schnell klar wurde, dass Parfüm und Likör nicht die beste Kombination sei.

    Nach einer kreativen Schminksession, bei der nicht nur die Gesichter der Urmis, sondern auch ihre Laune mit mehr Farbe versorgt wurden als ein Pfingstrosenstrauss, ging es dann so richtig los. Der Weg zur ersten Station war gepflastert mit „Rhythmen“, in Form von übermotivierten auswärtigen Chuchispielern, die auch so gerne bei den anspruchsvollen Rhythmen der Urmis mitspielen wollten. Die Urmis gaben mit den Gästen ihr Bestes und erzeugten dabei ein akustisches Feuerwerk, das den Urmiberg erbeben liess.

    Als sie die erste „stationäre“ Versorgungszone erreichten, wurden sie von den Negus herzlich empfangen, die schon beim ersten Blick in die verzierten Gesichter der Urmis wussten, was es zu tun galt: Um weiterhin auf diesem Höchstniveau zu performen, brauchen die musikalischen Genies weitere Energie. Natürlich in Form von Shots, einem „Negus-Spezial“, ein Elixier, das in der Nähe von Mordshunger und Durst gleichwertig in den Körper eindrang und alle Fasnachtsgeister erweckte. Schnell wurden noch die ersten Lieder gespielt, bevor sich die ganze Truppe in die umliegenden Beizen verteilte, um ihre Kehlen weiterhin feucht zu halten.

    Die Urmis zogen mit ihren Gästen von Beiz zu Beiz, gaben ihre Lieder zum Besten und verzauberten die Lokale mit einer Melange aus Getanze, Gesinge oder Ballonkopfball, wobei das Ja-Wort bei letzterem eine ganz andere Bedeutung bekam. Immer weiter und weiter ging es, bis man sich schliesslich am letzten Auftrittsort wiederfand. Hier vereinten sich nochmals alle Fasnachtshungrigen, um den Urmis, Rampassä und Muota-Gnomä ein letztes Mal die Ehre zu erweisen, ihr Glanzstück, das Medley, zum Besten zu geben. Einige Urmis versuchten sich dabei weiterzubilden und versuchten sich prompt an anderen Instrumenten, was mehr oder eben in diesem Fall eher weniger geklappt hatte.

    Der offizielle Abschluss des Abends zeigte dann noch einmal, warum der „Schüttelwagen“ seinen Namen mit Stolz trug: Schon während des letzten Auftritts wackelte und schüttelte der Wagen, als würde ein überzuckerter Haufen von Duracell-Häschen darin toben. Nach dem Instrumente versorgen verteilten sich alle in der Halle, der Kaffeestube oder schliesslich in eben jenem Schüttelwagen, der sich mit jeder Stunde gefühlt noch mehr bewegte als ein betrunkener Zappelphilipp.

    Fazit: Huere schön gsi mit üch!

    Eure la pequeña

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    Fasnacht 2024/25

    🎺 Guggernacht Steinhausen

    Nach einem gelungenen und sehr kurzweiligen SchmuDo stand schon der Fasnachtsfreitag an. Dieses Jahr durften wir wieder an die Guggernacht Steihuuse. Ehrgeizig wie wir sind, probierten wir uns dieses Jahr ausserdem noch an einem Weltrekord, aber dazu später mehr. Nebst dem Weltrekord-Versuch freuten wir uns aber auch sonst sehr, wieder an diesem großartigen Anlass teilzunehmen.

    Für einige fleissige Urmis ging es schon am Mittag los. Pünktlich oder weniger pünktlich traf man sich in der Seerüti-Halle und fing an für den FasiSamstig aufzustellen. Währenddessen fing sich der Proberaum mit Urmis, Wären-gerne-Urmis, Urmi-Sympathisanten und Vielleicht-noch-zukünftige-Urmis an zu füllen. Es wurde sich wie immer fleissig vorbereitet auf den bevorstehenden Abend. Irgendwann trafen dann auch noch die Bautruppe der Urmis ein und die Bande war komplett. Die letzten Gesichter wurden noch zum Kunstwerk bepinselt und die letzten, wunderschönen Urmis wurden abgelichtet.

    Dann war es so weit, der Weltrekord stand an. Aber dafür muss ich ein wenig ausholen. Um genau zu sein 2 Jahre. Damals, als wir das letzte Mal in Steinhausen waren, durften wir als letzte Gugge den Abend abschliessen. Dieses Jahr, durften wir so früh wie noch nie zuvor spielen. Wir versuchten uns am Weltrekord in der Kategorie «Baldester Auftritt nach dem Aussteigen aus dem Car». Schon beim Verladen waren wir ganz nervös. Wird uns der Coup gelingen? Schaffen wir es die Bühne zu finden und rechtzeitig unsere Lippen zum Flattern zu bringen? Viele Fragen stellten sich die Urmis, aber eines war sicher. Am Carfahrer sollte es nicht scheitern, denn wir wurden natürlich wieder von Christian/Christoph (wie au immer) chauffiert (Es RIESE Dankeschön für die super Carfahrte mit dier, hoffentlich chunsch nächst Jahr wieder!) Aber jetzt zurück zum Geschehen. In Seewen abgefahren merkte unsere Tourmanagerin Relanie Mickenbacher (Name der Redaktion bekannt), dass sie doch prompt all ihr Geld im Proberaum vergessen hatte und so machte der Car schon nach 20 Meter seinen ersten Stopp. Unseren Chauffeur brachte das nicht aus der Ruhe, nach dem holprigen Start gab er umso mehr Gas und fuhr uns nach Steinhausen.

    Dann hiess es «Auf die Instrumente – Fertig – Los!». Die Urmis warfen sich förmlich aus dem Car, schnappten ihre Instrumente und schritten gezielt in Richtung Festareal. Auf dem Weg dorthin wurde nochmal überprüft, ob man die richtigen Liedanfänge auswendig gelernt hat oder nicht. Und dann war es Zeit. Die Luft war zum Reissen gespannt, würden die Urmis das Unmögliche schaffen?

    Pff, natürlich schafften sie es. Schon nach den ersten Tönen war klar, die Urmis BÖRNten für solche Herkulesaufgaben, Herkulesaufgaben wie als St. PAULI den FC Bayern München 2:1 bodigte und so zum Weltpokalsiegerbesieger wurde. Das Publikum freute sich und schnell waren die Urmis der TALKIE of the town. Wir beschenkten das Publikum förmlich mit SCHOKO DROPS und zeigten, dass auch MATTI Posaunen laut tönen können. Ich würde sogar so weit gehen, dass sich dieser Auftritt angefühlt hat, als hätte man einen 1.5m grossen HECHT aus dem Wasser gezogen. Und ich bin mir sicher, es werden auch in den kommenden Jahren noch Geschichten von diesem Auftritt kursieren, in dem man sich erzählt «Weisch nu d’Urmis, ANNO dazumal…». Alles in allem, geiles Publikum, geiler Auftritt, geil.

    Nach diesem Auftritt packten die Urmis ein, fuhren nach Hause und legten sich schlafen. NATÜRLICH NICHT! Sie begaben sich zuerst auf einen langen Spaziergang zum Car, denn dieser musste gefühlt im nächsten Dorf auf uns warten. Nach dem Einräumen hiess es «Dasselbe noch einmal!» und eine weitere Odyssee wurde angetreten. Einige Urmis versuchten ihre Gelenke zu schonen und wollten unser tolles ÖV-Netz benutzen, doch leider war die Haltestelle aufgrund der Fasnacht geschlossen (Scheiss Fasnacht, wer denkt sich so öppis uus?!).

    Endlich auf dem Areal angekommen, hydrierten sich die Urmis wieder mit kalten, stark isotonischen Getränken und machten das Festgelände unsicher. Es wurde gekaffnet, gejasst, gefestet und Fertignudel-Gerichte verzehrt. Nach einer Weile war es dann endlich Zeit für die Guggenverpflegung.

    Viel Sauce und viel mehr Reibkäse später, schaltete man in den zweiten Gang und fing richtig an zu feiern. Es wurde über Pauken-Techniken diskutiert, Dance-Battles ausgetragen, diverse Bars aufgesucht, Festgarnituren auf ihre Limits getestet und an Zauberstäben herumgeschnuppert.

    Letzteres möchte ich ein wenig genauer erklären, da es doch viele Fragen aufwirft. Nachdem man sich in der Kaffeestube eingenistet hatte, kamen einige Lauitoblerendi und Bögäspeuzende Kakophoniker hinzu. Sie erzählten uns von ihrem neuen Zauberstab und erklärten uns wie man mit diesem alle Gerüche, welche man sich wünschte, wann immer man will, riechen konnte. Und so stellte sich ein tapferer Gannick Yerber (Name der Redaktion bekannt) diesem neuartigen Wunderwerkzeug und nahm einen kräftigen Schnuuf. Ob der Zauberstab nun nach Füdlispalt roch, weil einige LTBler und Bogäspeuzer diesen Zauberstab vorher an Orten hatten, an welchen die Sonne nie scheinen wird, oder weil unser Urmi sich diesen Geschmack ganz fest wünschte überlasse ich eurer Fantasie.

    Um 01:00 war es dann so weit. Es wurden die kieligen Villiger gezückt und angezündet, zu unserem Glück durften wir uns gleichzeitig von den Sattler und Steinen Tönen berieseln lassen und ein Urmi hatte sogar das Glück und durfte seinen grössten Wunsch in Erfüllung bringen und die Fahne schwingen.

    Nach dem Auftritt der beiden Nachbarguggen machten wir uns auf den Weg zum Car. Zum Glück holte uns dieser in der Nähe des Festgeländes ab und so wurde uns eine dritte Wanderung erspart. Zwei Urmis machten aber bei all den Standorten ein Durcheinander und so geschah es, dass diese am falschen Ort warteten. Zu ihrer Verteidigung muss man natürlich sagen, dass einer der beiden noch von Füdlispalt-Gerüchen benebelt war der andere beschäftigt war, seine «gewonnene» Bank nach Hause zu tragen. Jä nu.

    Auf der Heimfahrt zeigten wir unserem Chauffeur noch einmal, wie schön wir singen konnten und beglückten ihn ein letztes Mal in dieser Fasnacht mit grösstenteils regionalen Dauerbrennern. In Seewen angekommen, wurden die Instrumente im Seerüti ausgeladen und dann fuhr man die altbekannte Route Proberaum – Ibach – Schwyz – Seewen. Die meisten Urmis machten sich auf den Heimweg. Doch nicht so zwei besonders starke, schöne, intelligente, talentierte und charismatische Urmis. Sie wollten es wissen und riefen die Afterparty aus. Aagseid – die ganz Gugge, gmacht – 2 Lüüt, Differenz – meh als 25 Tittis. Sie feierten noch ausgelassen ein Stündlein im Proberaum bevor auch sie sich auf den verdienten Heimweg machten. Doch wenn man gut hinhört im Proberaum, hört man heute noch wie Zhillip und Bavid die Proberaum-Hymne grölen.

    Auf eine weiterhin wundervolle Fasnacht!

    Euer El Abuelo

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