Fasnacht 2025/26
Mattliball 2026
Der Terminkalender der Urmis ist während der Fasnachtswoche immer besonders voll. Deswegen verschwimmen teilweise auch die Grenzen, wann denn die einzelnen Tage der Fasnachtswoche anfangen und wann sie aufhören oder auf gut Deutsch, es wird wenig geschlafen. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, beschloss man beim morgendlichen Spaghetti-Plausch den Treffpunkt für das Aufstellen der Bühnen im Fasnachtsdorf eine Stunde nach hinten zu schieben, der Tag startete also für die frühen Urmis erst um 13 Uhr. Mit frischer Energie und bei strahlendem Wetter wurden also 72 Paletten zu zwei Bühnen aufgestapelt und zum krönenden Abschluss beim lokalen Dönermann eingekehrt (Anmerkung aus der Zukunft: Das Aufstellen der Bühnen hätte man sich auch sparen können, weil benutzt wurden sie so gut wie gar nicht). Nach dem feinen Zmittag rief auch schon die erste Proberuum-Hülse.
Im Proberaum angekommen herrschte reges Treiben. Es wurde geschminkt, philosophiert, getanzt, gesungen und neue Erfindungen gemacht. Ja ihr lest richtig, am besagten Freitag dem 13. wurde doch tatsächlich wieder Geschichte geschrieben im Proberaum der Urmi-Schlegel. Und das nicht einmal drei Wochen nachdem die Welt der Hosengurte revolutioniert wurde. So entdeckte ein besonders aufmerksamer Mensch mit dem Kürzel FD, dass der abnehmbare Fenstergriff perfekt konstruiert war, um eben eine dieser ach so feinen Proberuum-Hülsen zu öffnen. Das kollektive Johlen und der erhöhte Bierkonsum unterstrich die Wichtigkeit dieser Entdeckung. Hätte Donald Trump diese Erfindung gemacht, würde er wieder einen Friedensnobelpreis fordern. Aber wir Urmis geben uns bescheiden und sind auch schon mit Grönland zufrieden. Nachdem alle Urmis, Ex-Urmis, geladenen und verladenen Gästen sich geschminkt hatten war es auch schon so weit. Der Car war hier und die Instrumente konnten eingeladen werden. Auch dieses Mal begrüsste uns die wohlig warme Stimme von Markus aus dem schönen Tirol. Leider aber war diese Carfahrt auch die letzte Carfahrt der Fasnachtssaison. An dieser Stelle möchte ich mich hiermit ganz herzlich beim lieben Markus für die sicheren Fahrten und die tollen Gesangseinlagen bedanken! Ich glaube aber, wir werden uns bald wiedersehen ;).
Angekommen in Sachseln wurden wie immer die Bändeli und Gutscheine verteilt. Eine Gruppe der Urmis besuchte wieder die Tante Barbara und gönnte sich Linzertorte, Zimtschnecken und andere Köstlichkeiten während andere die ersten Tanzversuche auf dem Festgelände wagten. Kurz vor 22 Uhr war es so weit und wir trafen uns wieder auf dem Carparkplatz um uns einzuspielen (mit Ausnahme der 2. Posaune, denn diese kann das ganze ohne sich einzuspielen). Und dann hiess es ab in Richtung Festzelt. Der Auftritt klang von Anfang bis Ende einfach nur geil! Dem einen oder anderen Ex-Urmi kullerte sogar eine Freudenträne über das Gesicht während dem Spielen.
Nach dem Auftritt wurden die Instrumente in Windeseile versorgt und die Urmis mischten sich unter die Leute. Eine kleine Delegation machte sich auf den Weg ein Bankomat und eine lokale Beiz aufzusuchen. Da ein gewisser Urmi aber nicht auf den Rat der Einheimischen hören wollte und der Rest der Gruppe sich gewohnt war zu machen, was dieser Urmi sagt (vielleicht war es unser Major), liefen sie in die entgegengesetzte Richtung, in der es laut den Sachslern eine offene Beiz hatte. Das Resultat war, dass wir nur an geschlossenen Restaurants und Bars vorbeizogen. Die einzige Lokalität welche offen hatte, war ein Restaurant, an dem an diesem Abend eine geschlossene Gesellschaft Speis und Trank zu sich nahm. Fürs Nächste Mal sind wir wieder einmal schlauer und hören wieder auf Einheimische anstatt auf jemand der nur bis vier zählen kann. Auf dem Rückweg zum Festgelände wurde dann noch die Standhaftigkeit von diversen Absperrpfosten getestet und in diverse Gärten gespienzelt. Währenddessen eroberten die verbleibenden Urmis die Bühne gleich ein zweites Mal. Sie tanzten, hüpften und zeigten sich den Sachslern von ihrer besten Seite. Auch wurden an diesem Abend diverse Doppelgänger gefunden, es wurden Versprechen eingelöst und mehr oder weniger skurille Bekanntschaften gemacht. Alles in allem war es wieder einmal ein geiler Fasnachtsfreitag!
Auf der Heimfahrt wurden dann ein letztes Mal die Lieder vom diesjährigen Singbüchlein zum Besten gegeben und dem Markus aus Tirol mit einem Ständchen gehuldigt. Nach einem Zwischenstopp in Luzern, um die zukünftige Hausärztin aller Urmis abzuladen, waren wir auch schon bald in Seewen angekommen. Dort versprach uns Markus, dass der Innsbruck-Trip mit ihm schon in Planung sei und er uns weiterhin auf dem Laufenden halten werde. Das allein zeigt schon, was ein toller Typ dieser Markus ist! Die Afterparty wurde dieses Mal sein gelassen, da es einige Urmis gab die am nächsten Tag schon um 8 Uhr die letzten Vorbereitungen für den Fasnachtssamstag zu erledigen hatten und ihnen dann doch der wenige Schlaf wichtiger war als eine ach so feine Proberuum-Hülse. Da die ganze Fasnachtswoche immer ineinander verschwimmt, setze ich hier den Schlussstrich für den Fasnachtsfreitag und lasse alles weitere dem oder der nächsten Urmi, welcher die Chronik des diesjährigen Fasi-Samstig festhalten darf.
Euer El Abuelo






